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Letzte Aktualisierung: 13. November 2020

Bildung/Ausbildung | Information

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“: Zweite Förderrichtlinie

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 Isabell Grella
Isabell Grella
Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte
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Die zweite Förder-Richtlinie zur Umsetzung des Bundesprogrammes „Ausbildungsplätze sichern“ (Förderung von pandemiebedingter Auftrags- und Verbundausbildung) ist nun veröffentlicht worden.

Maßnahmen

Die Eckpunkte sind:

  • Gefördert wird die stärkere Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung im Ausbildungsjahr 2020/21 zugunsten von ausbildenden kleinen und mittleren Unternehmen ("Stammausbildungsbetrieb") mit bis zu 249 Mitarbeiter*innen, die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb weiterführen können, weil dieser vollständig oder in wesentlichen Teilen aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist.
  • Davon wird ausgegangen, wenn der Stammausbildungsbetrieb im Jahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz des Stammausbildungsbetriebes in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder sein durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist.
  • KMU mit bis zu 249 Mitarbeiter*innen, überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) und andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die in solchen Fällen für eine Dauer von mindestens sechs Monaten eine Auftrags- oder Verbundausbildung durchführen, können die Prämie erhalten.
  • Die Zuwendung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Sie beträgt einmalig 4.000 Euro für jede oder jeden interimsweise übernommenen Auszubildenden.

Durchführung

  • Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Deutsche Rentenversicherung – Knappschaft-Bahn-See .
  • Das Programm endet am 31. Dezember 2021.

Bewertung

Die Prämie für interimsausbildende Einrichtungen in Höhe von 4.000 Euro führt zu noch deutlicherer Kosten-Unterdeckung auch für Bildungsdienstleister. Zudem ist die Antragstellung nur bis zum 30. September 2021 möglich. Damit können viele Branchen, die erst für das Ausbildungsjahr 2021/22 mit Problemen auf dem Ausbildungsmarkt rechnen, nicht von der Richtlinie profitieren.

Erfreulicherweise kann nicht nur die Fortsetzung, sondern auch der Beginn eines Ausbildungsverhältnisses gefördert werden. Positiv ist, dass das Förderkriterium des Umsatzeinbruches hinsichtlich des Umfanges und Zeitpunktes abgesenkt bzw. ausgeweitet und um das Kriterium von mindestens einem Monat Kurzarbeit in 2020 ergänzt wurde. Ebenso ist zu begrüßen, dass die Bildungswerke der Wirtschaft Zuwendungsempfänger sein können.