Die bayerische Wirtschaft

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt registrieren
Zur Übersicht
Außenwirtschaft/Brexit | Information

Brexit – UK Global Tariff

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2021 führt das Vereinigte Königreich den UK Global Tariff (UKGT) an der britischen Grenze für Waren ein, die aus Ländern importiert werden, mit denen das Vereinigte Königreich kein Präferenzabkommen hat. Den gemeinsamen Außenzolltarif der EU (common external tariff) wird das Vereinigte Königreich dann nicht mehr anwenden. Falls die EU und das Vereinigte Königreich vor Ende 2020 kein Handelsabkommen abschließen, gelten die Zölle des UKGT auch auf Einfuhren aus der EU.

Gemäß dem EU-UK-Austrittsabkommen besteht eine Ausnahme für Waren, die nach Nordirland eingeführt werden. Auf sie werden die britischen Behörden EU-Zollvorschriften anwenden, um Zollkontrollen an der Grenze zwischen dem britischen Nordirland und der Republik Irland zu vermeiden.

Der UKGT wird keine Zölle auf Waren erheben, die als Schlüsselprodukte für die heimische Produktion eingestuft werden. Hintergrund für diese Regelung ist das Anliegen, die Kosten für britische Hersteller zu senken und dadurch ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. In den Agrar- und Fertigungssektoren wird hingegen der WTO-Zollsatz angewandt werden. Fertigfahrzeuge werden damit einem Zoll von 10 Prozent unterliegen. Der vergleichsweise hohe Zollsatz auf Automobile soll nicht nur dazu dienen, den sensiblen britischen Automobilsektor zu schützen, sondern auch, um als Hebel bei Verhandlungen der britischen Regierung über Handelsabkommen mit Drittländern zu fungieren.

Die Zölle des UKGT finden Sie im UK Global Tariff Tool .