Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 19. November 2021

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Größtes Freihandelsabkommen der Welt tritt in Kraft

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Venona Haselhuhn
Referentin Außenwirtschaft
Telefon +49 (0)89-55178-442 +mobil+ +49 (0)175-4916588

Am 01. Januar 2022 tritt die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP: regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft) für die Vertragsstaaten Australien, Brunei-Darussalam, China, Japan, Kambodscha, Laos, Neuseeland, Singapur, Thailand und Vietnam in Kraft. Bei den übrigen Vertragspartnern – Indonesien, Malaysia, Myanmar, die Philippinen und Korea – steht die Ratifizierung des Abkommens noch aus. Unterzeichnet hatten die 15 Staaten das Abkommen am 15. November 2020.

Das Freihandelsabkommen

Das Freihandelsabkommen schafft die weltweit größte Freihandelszone. Gemeinsam erwirtschaften die 15 Vertragsstaaten 30 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung, haben 2,2 Milliarden Einwohner und sind verantwortlich für knapp 30 Prozent des Welthandels. Da bereits zahlreiche Freihandelsabkommen zwischen den Vertragspartnern bestehen, sind im Handel zwischen den Ländern vorerst keine dramatischen Entwicklungen zu erwarten. Die Zölle für ungefähr 90 Prozent der untereinander gehandelten Güter entfallen. Jedoch laufen die Übergangsfristen teilweise länger als 20 Jahre. Klima- und Arbeitsschutz sowie Menschenrechte lässt das Abkommen weitgehend offen. Der große Vorteil des Abkommens ist die Vereinheitlichung der Ursprungsregelungen. Das dürfte den Handel zwischen den Vertragspartnern deutlich erleichtern.

Die Bedeutung des Abkommens

Das Abkommen ist eine Stärkung des asiatischen Raums. Die beteiligten Staaten hatten im Jahr 2020 mit Bayern ein Handelsvolumen von 57,2 Milliarden Euro. Sie machten 16,2 Prozent aller bayerischen Exporte aus (30 Mrd. Euro). Die Importe aus diesen Staaten betrugen 27,2 Mrd. Euro bzw. 16,2 Prozent aller bayerischen Importe. Mehr als die Hälfte der Exporte und Importe entfiel davon allein auf China.

Das Abkommen drängt protektionistische Tendenzen in einzelnen Ländern der Freihandelszone zurück und führt zu mehr Wettbewerb. Das ist in unserem Sinn. Gleichzeitig ist das Abkommen eine Aufforderung an die EU, ihre Strategie, Freihandelsabkommen abzuschließen, weiter zu verstärken.