Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2021

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Die bayerischen Exporte 2020

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 Volker Leinweber
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Die bayerischen Exporte sind infolge der Corona-Krise im Jahr 2020 kräftig eingebrochen.

Zweistelliger Exportrückgang

Die bayerische Wirtschaft exportierte im Jahr 2020 Waren im Wert von 168,2 Milliarden Euro. Das waren 11,3 Prozent weniger als im Jahr 2019. Damit gingen die bayerischen Exporte das dritte Jahr in Folge zurück (2018: -0,1 Prozent, 2019: -0,5 Prozent). Das Exportvolumen 2020 lag in etwa wieder auf dem Niveau von 2014.

Die Importe Bayerns sanken im vergangenen Jahr um 6,7 Prozent auf 179,9 Milliarden Euro. Damit wies Bayern zum zweiten Mal in Folge ein Außenhandelsdefizit auf. Es betrug im Jahr 2020 11,7 Mrd. Euro. 2019 lag das Defizit bei 3,2 Milliarden Euro, im Jahr 2018 konnte noch ein Überschuss von 1,7 Milliarden Euro erreicht werden.

Exportrückgänge auf praktisch allen Absatzmärkten

Die Exporte gingen 2020 in nahezu alle Märkte spürbar zurück. Einzig nach Südkorea (+17,6 Prozent) und in die Türkei (+23,8 Prozent) konnten die Ausfuhren gesteigert werden, wobei letztere zuvor vier Jahre lang rückläufig waren.

Die bayerischen Exporte in die Eurozone sanken 2020 um 10,2 Prozent. Dabei gingen die Ausfuhren in besonders wichtige Märkte wie Italien, Frankreich und Österreich überdurchschnittlich zurück. Die Exporte in die gesamte EU waren um 10,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Die Exporte in das Vereinigte Königreich gingen um 18,0 Prozent zurück. Überdurchschnittlich sanken auch die Ausfuhren in unseren größten Absatzmarkt, die USA mit -19,3 Prozent. Unterdurchschnittlich fielen die Rückgänge nach China (-6,4 Prozent) und Russland (-8,6 Prozent) aus.

USA bleiben größter Exportmarkt Bayerns

Der größte Exportmarkt für die bayerische Wirtschaft waren auch 2020 die USA. 10,2 Prozent der gesamten Ausfuhren Bayerns gingen nach Übersee. Im Jahr 2019 lag der Anteil aber noch um einen Prozentpunkt höher. Auf Platz 2 bleibt China, der Exportanteil konnte von 8,8 auf 9,3 Prozent erhöht werden. Wichtigster Absatzmarkt in der EU ist weiterhin Österreich.

Besonders hohe Exportrückgänge im Fahrzeugbau

Auch auf Produktebene waren die Exporte 2020 fast durchwegs rückläufig. Positiv entwickelten sich unter anderem Pharmaprodukte, die um 9,2 Prozent mehr exportiert wurden als 2019.

Besonders deutlich gingen die Exporte im Kraftfahrzeugbau mit -23,4 Prozent zurück. Hierbei fielen die Pkw-Exporte um 24,2 Prozent, die Lkw-Exporte um 34,0 Prozent und die Ausfuhren von Kfz-Teilen um 18,6 Prozent. Auch die Exporte von Maschinen, dem zweiten wichtigen Produktbereich Bayerns, gingen leicht überdurchschnittlich um 13,4 Prozent zurück. Die Ausfuhren von Produkten des Luftfahrzeugbaus fielen um 19,0 Prozent.

Unterdurchschnittlich sanken u.a. die Exporte von chemischen Produkten (-7,6 Prozent), von EDV-Geräten und elektronischen Produkten (-6,9 Prozent), von Kunststoff- und Gummiwaren (-5,7 Prozent), von elektrischen Ausrüstungen (-5,0 Prozent) und im Ernährungsgewerbe (-3,4 Prozent).