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Letzte Aktualisierung: 04. November 2021

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Einigung zu den US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium

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Am 30. Oktober 2021 gab US-Handelsministerin Gina Raimondo am Rande des G20-Gipfels in Rom bekannt, dass im Rahmen einer Grundsatzeinigung mit der EU die Sonderzölle auf Stahl und Aluminium (Section 232 Zölle) aus der EU teilweise und auf Zeit aufgehoben werden. Die Zölle wurden vom vom früheren US-Präsidenten Donald Trump vor drei Jahren verhängt.

Europäische Stahlexporte sollen künftig bis zu einer Gesamthöhe von 4,4 Millionen Tonnen zollfrei sein: Zur Quote von 3,3 Millionen Tonnen kommen Ausnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Tonnen. Zusammengerechnet entspricht das in etwa dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2017. Bei Aluminium wird zwischen bearbeiteten und unbearbeiteten Ausfuhren unterschieden. Für 18.000 Tonnen unbearbeitetes Aluminium und 366.000 Tonnen bearbeitetes Aluminium sollen die Sonderzölle von nun an nicht mehr greifen.

Grundsätzlich bleiben die Sonderzölle jedoch in Kraft, da auch die Biden-Administration die Auffassung vertritt, die amerikanische Produktion und somit Arbeitsplätze sichern zu müssen.

Europäische Gegenzölle werden ebenfalls aufgehoben

Im Gegenzug wird die Europäische Union ihre Zölle auf eine Reihe von amerikanischen Produkten wie Whiskey, Jeans und Harley-Davidson-Motorräder aufheben, die als Reaktion auf die Stahl- und Aluminiumzölle erhoben worden waren. Diese Vergeltungszölle der EU auf US-Produkte hätten am 01. Dezember 2021 auf 50 Prozent ansteigen sollen, wurden nun aber mit der Einigung abgewendet. Zudem soll ein noch bei der Welthandelsorganisation anhängiges Verfahren ausgesetzt werden.

Koppelung von Stahlimporten an CO2-Ausstoß

Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union gaben am 31. Oktober 2021 außerdem bekannt, bis 2024 die weltweit erste kohlenstoffbasierte sektorale Vereinbarung über den Handel mit Stahl und Aluminium zu treffen. Dabei soll der Import an den CO2-Aussoß bei der Stahlproduktion gekoppelt werden. Gemeinsam werden die Vereinigten Staaten und die Europäische Union daran arbeiten, den Zugang zu ihren Märkten für „schmutzigen“ Stahl zu beschränken und den Zugang für Länder zu begrenzen, die Stahl zu Dumpingpreisen auf amerikanische und europäische Märkte bringen und damit zu einem weltweiten Überangebot beitragen.

Weitere Informationen finden Sie hier .