Letzte Aktualisierung: 09. November 2018

Wirtschaft im Dialog

Rückblick - 16. Herbstgespräch Mittelfranken

Beim Herbstgespräch der Bezirksgruppe Mittelfranken der vbw stand das Thema „Bayern nach der Landtagswahl“ auf dem Programm. Gastreferentin war die Journalistin und ARD-Börsenexpertin Anja Kohl.

Harald Hubert, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken, betonte in seinem Grußwort: „Die neue bayerische Staatsregierung findet mit niedriger Arbeitslosigkeit und hohem Wachstum eine gute Ausgangslage vor. Auf diesen Erfolgen dürfen wir uns aber nicht ausruhen, denn sie sind keine Selbstverständlichkeit.“

Zu wenig Investitionen in die Zukunft

Hubert zufolge muss Bayern vor allem die Chancen der Digitalisierung stärker nutzen, seine Stellung als globale Leitregion des Automobils erhalten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Kritisch sieht er die Politik im Bund: „Die Bundesregierung tut insgesamt zu wenig, um die Zukunftsthemen anzupacken. Und das, was sie tut, geht zu oft in die falsche Richtung. Die Sozialausgaben wachsen schneller als das Bruttoinlandsprodukt. Gleichzeitig wird zu wenig gestaltet und zu wenig in die Zukunft investiert.“ Dabei sei es gerade angesichts der außenpolitischen Unsicherheiten eminent wichtig, den Unternehmen in der Heimat die richtigen Rahmenbedingungen zu bieten. „Denn die Risiken sind groß: der Brexit, zunehmender Protektionismus, ungelöste geopolitische Probleme. All das belastet auch die Wirtschaft. Gemeinsam müssen wir daran arbeiten, dass Bayern auch morgen noch ein weltweiter Spitzenstandort bleibt“, so Hubert.

Kohl: Mittelstand muss entlastet werden

Anja Kohl sagte: „Bayern als Exportland muss zukunftsfähig und krisenfest bleiben. Denn die Welt wird immer mehr von Ungleichgewichten bestimmt: Handelskonflikte, Protektionismus, Renationalisierungen (Brexit), soziale Spaltungen. Irritierende, aber fast schon logische Entwicklungen seit der Finanzkrise 2008/2009. Deutschlands und Bayerns Alleinstellungsmerkmal bleibt der Mittelstand. Er ist das Rückgrat der Wirtschaft. Ihn gilt es zu stärken, seine Erosion zu stoppen. Durch Entlastungen, Entbürokratisierungen und Investitionen in Bildung und Digitalisierung. Dem Land und dem Bund kommt dabei eine hohe Lenkungsfunktion zu, denn Milliarden müssen investiert werden. Letztlich geht es um die Lebenswirklichkeit der Menschen. Zugang zu bezahlbarem Wohnraum bleibt hier drängendste Zukunftsaufgabe. Unternehmen müssen hochgradig in Aus- und Fortbildung und neue Netzwerke investieren. Denn nur wer innovationsfreudig ist, dem werden Innovationen gelingen. Ohne sie gibt es in der Welt von morgen kein Wachstum mehr.“

Rückblick

Rückblick - 16. Herbstgespräch Mittelfranken
am 08.11.2018 in Nürnberg

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Matthias Werner

Geschäftsführer der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken

+49 (0)911-203 344-12
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