Letzte Aktualisierung: 16. Mai 2017

Wirtschaft im Dialog

Rückblick - 14. Wirtschaftsforum Mainfranken - Standortsicherung durch Regionalisierung

Beim 14. Wirtschaftsforum Mainfranken am 11. Mai 2017 in Bad Neustadt diskutierten 140 Teilnehmer über das Thema „Starke Unternehmen brauchen starke Regionen – Standortsicherung durch Regionalisierung“. Eingeladen hatten die vbw Bezirksgruppe Unterfranken und ihr Kooperationspartner Region Mainfranken GmbH.

Die Digitalisierung ist die zentrale Herausforderung

Dorothee Bär MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, erklärte: „Die Digitalisierung ist Herausforderung und Chance zugleich. Sie ermöglicht profitables Wachstum der Wirtschaft durch innovative Produkte und Dienstleistungen und bietet auch sonst viele Vorteile: Von einer erhöhten Sicherheit im Verkehrssektor über die telemedizinische Versorgung bis hin zu einer gesteigerten Lebensqualität. Gerade der ländliche Raum als Heimat des Mittelstands zählt hier zu den Gewinnern. Voraussetzung sei jedoch, dass die Digitalisierung in den Köpfen der Menschen ankomme und die sich bietenden Potenziale ausgeschöpft würden – etwa im Bereich Industrie 4.0."

Wir brauchen eine attraktive Infrastruktur

Dr. Hubert P. Büchs, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken, betonte, dass Bayern zu den führenden Technologiestandorten weltweit gehöre. Zugleich warnte er davor, sich auf dieser Spitzenposition auszuruhen: „Die Sicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bleibt eine Daueraufgabe. Vor allem die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet mit Riesenschritten voran. Unternehmen, die sich im Wettbewerb behaupten, sind neben eigenen Kompetenzen auch auf eine hervorragende öffentliche Infrastruktur angewiesen. Sie benötigen zuverlässige Verkehrssysteme genauso wie eine sichere Energieversorgung zu bezahlbaren und wettbewerbsfähigen Preisen, moderne Kommunikationsnetze und leistungsfähige eGovernment-Lösungen.“

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig: Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist von attraktiven Standortbedingungen abhängig. Nur wenn alle Städte und Landkreise Mainfrankens stark sind, ist unser Lebens- und Arbeitsraum zukunftsfähig. Speziell die Sicherung und der Ausbau der Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Digitalisierung, Energie, Bildung, Gesundheit, Innovation und Wissenstransfer müssen deshalb weiterhin im Fokus stehen.

Wir müssen zwischen den Metropolregionen bestehen

"Das Wirtschaftsforum Mainfranken setzt genau hier an und hat sich als wichtige Kommunikationsplattform für Entscheider aus der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft etabliert", betonte Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH. Er brach eine Lanze für noch mehr regionale Kooperation: „Mainfranken hat nicht das eine Kraftzentrum, sondern viele sich ergänzende Kraftzentren. Arbeiten diese zusammen, schaffen sie Synergien, um so einen Gegenpol zu den benachbarten Metropolregionen zu bilden“.

Wirtschaft und Hochschulen sollten noch mehr kooperieren

Als Vertreter der Wirtschaft machten Robert Schuhman, Geschäftsführer der FIS-ASP GmbH aus Grafenrheinfeld, und Adelbert Demar, Geschäftsführer der IFSYS GmbH aus Großbardorf Mut, Kooperationen mit den regionalen Hochschulen einzugehen: „Gerade im IT-Bereich ist der Fachkräftemangel besonders gravierend. Hier fühlen wir uns durch die Nähe zur Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt mit ihren IT-Studiengängen gut aufgehoben“, so Schuhmann. Demar zufolge spiele besonders das Know-how der FHWS im Bereich Industrie 4.0 eine gewichtige Rolle. Externes Wissen fördere den unternehmerischen Innovationsprozess, die ein Mittelständler alleine nur schwer in Gang setzen könne.

Der Ausbau der BAB A7 muss kommen

Landrat Eberhard Nuß aus Würzburg hob die Bedeutung des Verkehrssektor hervor. Der schnellstmögliche sechsspurige Ausbau der BAB A7 zwischen Schweinfurt/Werneck und Biebelried sei für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Mainfranken genauso essenziell wie die Realisierung eines mainfränkischen Verkehrsverbunds. „Hier sind die notwendigen politischen Beschlüsse gefasst - diese gilt es nun, auf fachlicher Ebene schnell umzusetzen“, so Nuß.

Rückblick

Rückblick - 14. Wirtschaftsforum Mainfranken - Standortsicherung durch Regionalisierung
am 11.05.2017 in Bad Neustadt a. d. Saale

Bilder (9)

Begrüßung
Eintreffen von Staatssekretär Gerhard Eck
Region Mainfranken - Wir setzen auf Kooperation!
Dorothee Bär
Standort Bayern: Unternehmerperspektiven in Unterfranken
Blick auf die Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion
Aufmerksame Zuhörer
Gruppenfoto

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Ansprechpartner
Ansprechpartner

Michael Bischof

Geschäftsführer der vbw Bezirksgruppe Unterfranken

+49 (0)931-322 09-99
Michael Bischof

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