Letzte Aktualisierung: 18. Juni 2020

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Vorstellung des aktuellen vbw Index

Der vbw Index der bayerischen Wirtschaft ist im Zuge der Corona-Krise auf 51 Punkte gefallen. Damit liegt er auf dem bisherigen Tiefstand vom Herbst 2009.

Alle Teilindizes liegen unter 100

Alle Teilindizes sind kräftig gesunken und liegen deutlich unter der Normal-Marke von 100. Der „Lageindex Beschäftigung“ ging um 39 auf 78 Punkte zurück. Der „Lageindex Wachstum“ fiel von 112 auf 58 Punkte.

Die Prognoseindizes fallen noch niedriger aus und bestätigen die Erwartung, dass das zweite Quartal noch deutlich schlechter ausfällt als das erste. Der „Prognoseindex Wachstum“ fiel von 81 auf 35 Punkte, der „Prognoseindex Beschäftigung“ von 87 auf 34 Punkte.

In den vbw Index fließen – mit zeitlich abnehmender Gewichtung – die Daten der letzten sechs Monate ein, also auch Zahlen aus der Vor-Corona-Zeit. Berücksichtigt man nur die Daten ab März, so läge der vbw Index nicht bei 52, sondern nur bei 35 Punkten.

Tiefe Rezession, aber erste Anzeichen einer Bodenbildung

Die Corona-Pandemie hat zu einem historischen Abschwung der Wirtschaft geführt, Bayern befindet sich in der tiefsten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Aber es gibt Anzeichen, dass der Tiefpunkt im April erreicht war. So konnten sich die Frühindikatoren zuletzt etwas erholen. Außerdem wurden im Mai wieder mehr Stellen gemeldet als im April.

Die vbw rechnet mit einem Rückgang des bayerischen Bruttoinlandsprodukts im Jahresdurchschnitt 2020 um acht Prozent. Im kommenden Jahr wird sich der allmählich beginnende Aufholprozess fortsetzen. Das Vorkrisenniveau wird aber bestenfalls 2022 wieder erreicht werden.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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