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    Letzte Aktualisierung: 28. April 2016

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    vbw Index im Frühjahr: Lage gut, Zukunft unsicher

    Der vbw Index der bayerischen Wirtschaft liegt im Frühjahr 2016 bei 131 Punkten. Das ist ein Punkt mehr als im Herbst 2015.

    Lageindex Wachstum ist gesunken

    Der Lageindex Wachstum hat sich um zwei Punkte verschlechtert und liegt nun bei 136 Punkten. Das liegt vor allem an den Einschätzungen der Unternehmen, zum Teil aber auch an den harten Daten wie der Industrieproduktion. Der Prognoseindex Wachstum liegt aktuell bei 122 Punkten und damit um einen Punkt höher als im Herbst.

    Der Lageindex Beschäftigung ist aufgrund der stetig steigenden Beschäftigung und dem anhaltenden Rückgang der Arbeitslosigkeit weiter gestiegen. Er verbesserte sich gegenüber Herbst um vier Punkte auf 137 Punkte. Der Prognoseindex Beschäftigung ging leicht um einen auf 128 Punkte zurück, weil die Zahl der offenen Stellen etwas geringer ist als noch im Herbst.

    Gute Lage, aber unsichere Erwartungen

    Die wirtschaftliche Lage in Bayern ist grundsätzlich gut. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2015 um 2,1 Prozent gestiegen und damit stärker als der Bundesschnitt von 1,7 Prozent. Bayern liegt aber nicht mehr an der Spitze. Für das laufende Jahr erwartet die vbw ein Wachstum für Bayern von 1,8 Prozent.

    Die entscheidende Konjunkturstütze bleibt der private Konsum. Von daher können vor allem der Handel, das Hotel- und Gastgewerbe, konsumnahe Dienstleistungen und haushaltsnahe Handwerksbereiche optimistisch nach vorne blicken. Im Baubereich sind die Perspektiven differenziert. Die Aussichten für die Industrie sind verhalten. Die Unternehmen leiden unter der schwachen und unsicheren Weltkonjunktur sowie der globalen Investitonsschwäche.

    Standortfaktoren verbessern

    Die Industrie hat in Bayern ein besonderes Gewicht und ist der Taktgeber für die gesamte Wirtschaft. Zudem ist sie der Wirtschaftszweig, der faktisch am wenigsten an den Standort gebunden ist. Daher sind vernünftige und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen erforderlich, um Wertschöpfung und Beschäftigung in Bayern zu sichern.

    Das betrifft insbesondere die Arbeitskosten, die Kosten und Verfügbarkeit von Energie sowie die Regulierung und Bürokratisierung. Außerdem muss das Rentensystem grundlegend analysiert werden. Es muss dem demografischen Wandel und dem Anstieg der Lebenserwartungen gerecht werden. Das Drei-Säulen-System mit Gesetzlicher Rente, privater Vorsorge und betrieblicher Altersvorsorge darf aber nicht in Frage gestellt werden.


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    Volker Leinweber

    Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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