Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2020

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Sommer 2020

Die bayerische M+E Industrie befindet sich in einer tiefen Rezession. Produktion und Beschäftigung werden spürbar sinken. Im zweiten Halbjahr könnte eine langsame Erholung einsetzen, doch die wirtschaftlichen Probleme werden mindestens bis Ende 2021 reichen.

Geschäftslage und -erwartungen

Noch nie haben unsere Unternehmen die Lage so schlecht bewertet wie aktuell. Knapp 81 Prozent bezeichnen das Inlandsgeschäft als schlecht, elf Prozent kommen zu einem positiven Urteil. Das Auslandsgeschäft wird von fast 86 Prozent der Unternehmen negativ bewertet, nur drei Porzent bezeichnen die Exporte als gut.

Von diesem niedrigen Niveau aus hoffen unsere Unternehmen auf eine Erholung in den kommenden Monaten. Im Inlandsgeschäft rechnen fast 63 Prozent mit einer Verbesserung, knapp 13 Prozent befürchten eine weitere Eintrübung. Bezogen auf den Export hoffen 65,5 Prozent der Firmen auf eine Besserung,elf Prozent sind pessimistisch.

Produktions- und Investitionspläne

Die Produktionspläne sind – ausgehend von einem extrem niedrigem Niveau – positiv. Gut 60 Prozent der Firmen wollen im zweiten Halbjahr wieder mehr produzieren, 18 Prozent müssen den Output weiter zurückfahren. Die positiven Produktionspläne auf der einen Seite lassen auf das kurzfristige Einsetzen einer Erholung hoffen.

Die Investitionspläne hingegen sind negativ und signalisieren, dass der Aufholprozess langwierig und die Krise noch lange nachwirken wird. 18 Prozent der Unternehmen wollen im zweiten Halbjahr mehr investieren, 37 Prozent müssen die Investitionen zurückfahren. Auch an den Auslandsstandorten sind die Investitionspläne per Saldo negativ.

Beschäftigungspläne

Der Beschäftigungsrückgang wird sich beschleunigen. Fast 61 Prozent der Unternehmen befürchten, im Inland Stellen abbauen zu müssen, weniger als drei Prozent wollen zusätzliche Stellen schaffen. Mit einem Saldo von -58,2 Punkten liegen auch die Beschäftigungspläne auf dem tiefsten Stand unserer seit 20 Jahren laufenden Umfrage.


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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