Letzte Aktualisierung: 19. Juni 2020

Konjunkturreport

Konjunkturradar Inland 02/2020

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist infolge der Corona-Krise deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt lag im ersten Quartal 2020 um 2,2 Prozent unter dem Niveau des Vorquartals.
Es ist damit zu rechnen, dass sich die Abnahme der Wirtschaftskraft im zweiten Quartal deutlich
verschärfen wird.

Einbruch in vielen Branchen

Die Industrie steckt schon seit längerem in einer Rezession. Im ersten Quartal 2020 nahm der industrielle Output saisonbereinigt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal ab, was vor allem am drastischen Einbruch im März (-9,2 Prozent) lag. In Bayern fiel die Industrieproduktion im März um zehn Prozent.

Nachdem sich die Einzelhandelsumsätze in den Monaten Januar und Februar positiv entwickelten, brachen diese zum Quartalsende merklich ein. Noch deutlicher fielen die Umsätze im Hotel- und Gastgewerbe. Weiterhin stabil zeigt sich der Bau.

Arbeitslosigkeit steigt an

Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Auswirkungen der Corona-Krise spürbar. Im Mai waren bundesweit 2,813 Millionen Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 577.017 bzw. 25,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,1 Prozent an.

In Bayern waren im Mai 290.580 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 89.354 Personen bzw. 44,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit 3,8 hat der Freistaat nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik.


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Joshua Wagener

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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