Letzte Aktualisierung: 20. Dezember 2019

Umfrage

IW-Konjunkturumfrage Bayern, Herbst 2019

Der konjunkturelle Abschwung setzt sich weiter fort, besonders die Industrie befindet sich in einer Rezession. Dies zeigt die vorliegende Umfrage unter bayerischen Betrieben, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der vbw – Vereinigung der
Bayerischen Wirtschaft e. V. durchgeführt hat.

Unternehmensurteile auf dem Tiefstand

Die Geschäftslage wird von den Unternehmen so schlecht eingestuft wie noch nie seit Beginn der Umfrage im Jahr 2011. Der Saldo aus positiven und negativen Urteilen liegt bei -16,5 Prozentpunkten, im Frühjahr lag er mit +7,5 Punkten noch im positiven Bereich.

Auch die Perspektiven für das Jahr 2020 sind weiter gesunken und liegen nun ebenfalls unter der Nulllinie. Gut 22 Prozent der bayerischen Betriebe blicken optimistisch auf das nächste Jahr, fast 36 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Dies ergibt einen Erwartungssaldo von -13,6 Punkten.

Investitions- und Beschäftigungspläne im negativen Bereich

Die Investitionsneigung ist weiter zurückgegangen. Im kommenden Jahr will weniger als ein Viertel der Unternehmen in Bayern die Investitionen erhöhen, gut 31 Prozent planen niedrigere Investitionen als im Jahr 2019. Dies ergibt einen Saldo von -7,3 Prozentpunkten, das sind 17,5 Punkte weniger als im Frühjahr.

Auch die Beschäftigungspläne sind in den negativen Bereich gesunken. Knapp zwei von zehn bayerischen Unternehmen wollen die Beschäftigung auch im kommenden Jahr ausweiten, etwa 30 Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Damit hat der Saldo im Vergleich zur Frühjahrsumfrage auch hier einen Vorzeichenwechsel vollzogen: Er sank von +8,2 auf -10,2 Prozentpunkte.

Anhaltende Schwäche erwartet

Die Zusatzfrage der aktuellen Umfrage befasste sich mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nach 2020. Die bayerischen Unternehmen blicken mehrheitlich pessimistisch auf die kommenden Jahre. Knapp zwei Drittel gehen von einer anhaltend schwachen Entwicklung auch nach dem Jahr 2020 aus, gut 23 Prozent prognostizieren eine nachhaltige Erholung.Die optimistisch gestimmten Unternehmen führen eine nachhaltige Erholung vor allem auf den robusten Arbeitsmarkt und eine anhaltend kräftige Bautätigkeit zurück. Der pessimistisch gestimmte Teil der Unternehmen stützt seine Einschätzung sowohl auf außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen als auch auf inländische Schwachstellen.


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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