Letzte Aktualisierung: 26. April 2018

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Frühjahrsgutachten 2018 der Wirtschaftsforschungsinstitute

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Einschätzung der Wirtschaftsforschungsinstitute in einem Boom. Die noch verfügbaren gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten werden jedoch zunehmend knapper

Weltwirtschaft im Aufschwung

Die Weltwirtschaft befindet sich im Aufschwung, der Auslastungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten in den großen Volkswirtschaften ist hoch. Die globale Produktion wird 2018 nach der Prognose der Institute um 3,4 Prozent wachsen. Allerdings dürfte die weltwirtschaftliche Dynamik ihren Höhepunkt überschritten haben. Angesichts eines in vielen Ländern hohen Beschäftigungsstands sowie hoch ausgelasteter Sachkapazitäten werden die Wachstumsraten begrenzt sein. Zudem dämpft die Sorge um die Handelspolitik der USA die Unternehmensstimmung. Für 2019 erwarten die Institute deshalb ein leicht langsameres Wachstum der Weltwirtschaft um 3,1 Prozent.

Deutsche Wirtschaft im Boom

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Ansicht der Institute in einem Boom. Im Prognosezeitraum 2018/2019 wird sich die Dynamik aber etwas verlangsamen, weil die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten zunehmend knapper werden. Im Jahresdurchschnitt 2018 soll das BIP um 2,2 Prozent wachsen, 2019 um 2,0 Prozent.

Trotz der momentanen Diskussion über einen möglichen Handelskrieg werden von den Exporten weiter merkliche Impulse für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ausgehen. Auf Grund der deutlich ausgelasteten Kapazitäten dürfte auch die heimische Investitionstätigkeit recht kräftig bleiben. Der private Konsum wird weiter deutlich zum Wachstum beitragen.

Die Beschäftigung wird weiter zulegen, stößt jedoch an Kapazitätsgrenzen. Für 2018 wird eine Zunahme um jahresdurchschnittlich 585.000 Personen erwartet. Im kommenden Jahr werden der Prognose zufolge weitere 420.000 Stellen entstehen. Die Arbeitslosenquote wird von 5,7 Prozent im Jahresdurchschnitt 2017 auf 5,2 Prozent in 2018 und 4,8 Prozent in 2019 zurückgehen.

Einsatz für Freihandel

Die Institute fordern die Regierung auf, auf internationaler Ebene einen mäßigenden Einfluss auf den momentanen Handelskonflikt auszuüben. Die Vorteile eines freien Handels müssen deutlich aufgezeigt werden. Eine ähnliche Rolle sollte Deutschland bei der Weiterentwicklung des internationalen Unternehmenssteuerrechts einnehmen. Auf nationaler Ebene sollte die Wirtschaftspolitik die Rahmenbedingungen für eine Ausweitung des Produktionspotentials stellen.

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Kurzzusammenfassung des Frühjahrsgutachten 2018

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