Letzte Aktualisierung: 05. Oktober 2018

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Herbstgutachten 2018 der Wirtschaftsforschungsinstitute

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsinstitute weiterhin in einer Phase des konjunkturellen Aufschwungs. Allerdings schwächt sich das Wirtschaftswachstum im Deutschland langsam ab.

Weltwirtschaft wächst weiter

Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiter aufwärtsgerichtet. Für das laufende Jahr wird ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent prognostiziert, das sich im kommenden Jahr auf 3,0 abschwächen wird. Gestützt wird das Wachstum vor allem von expansiven geld- und finanzpolitischen Maßnahmen, wodurch die Binnennachfrage in vielen Ländern unverändert hoch bleibt. Insgesamt differenzieren sich die Entwicklungstendenzen in den einzelnen Ländern zunehmend. Während die USA und China einen kräftigen Boom erleben, drohen in den Schwellenländern teils hohe Risiken. Vor allem in der Türkei und in Argentinien bestehen große Gefahren durch die hohen Anteile von in Fremdwährungen denominierten Schulden.

Deutsche Wirtschaft im gebremsten Aufschwung

Die Institute sehen die deutsche Volkswirtschaft weiter im Aufschwung. Allerdings ist die Dynamik schwächer als zunächst erwartet. Für das Gesamtjahr 2018 prognostizieren die Institute ein Wirtschaftswachstum vor allem wegen eines schwachen dritten Quartals von nur 1,7 Prozent, für 2019 von 1,9 Prozent. Im Frühjahrsgutachten war noch von einem BIP-Anstieg von 2,2 Prozent für das Jahr 2018 ausgegangen worden.

Die Beschäftigung nimmt weiter zu, das Wachstum schwächt sich aber ebenfalls ab. Im Jahresdurchschnitt 2018 wird sich der Beschäftigtenstand voraussichtlich gegenüber dem Vorjahr um 590.000 Personen erhöhen. Im kommenden Jahr werden weitere 419.000 neue Stellen geschaffen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote wird für dieses Jahr auf 5,2 Prozent beziffert, für 2019 auf 4,8 Prozent.

Empfehlungen zur Wohnungsbaupolitik

Die Institute fokussieren sich in ihrem Herbstgutachten auf den wirtschaftspolitischen Bereich des Wohnungsmarktes. Eine Regulierung der Preise in Form der Mietpreisbremse löse das angebotsseitige Knappheitsproblem nicht. Vielmehr müssten Investitionsanreize geschaffen werden um das Wohnungsangebot zu steigern.

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Kurzzusammenfassung des Herbstgutachtens 2018

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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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