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    Letzte Aktualisierung: 21. April 2016

    Information

    Frühjahrsgutachten 2016 der Wirtschaftsforschungsinstitute

    Die Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die deutsche Wirtschaft in einem moderaten Aufschwung. Allerdings haben sie ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Vergleich zum Herbstgutachten von 1,8 auf 1,6 Prozent gesenkt. Getragen wird das Wachstum vor allem vom privaten Konsum. Die Weltkonjunktur hingegen sorgt kaum für positive Effekte. Auch die Investitionsdynamik bleibt schwach.

    Export und Import wachsen moderat

    Nach einem schwachen Start in 2016 erwarten die Forschungsinstitute eine Belebung der Exporte, Impulse hierfür sollen aus dem Euroraum, dem UK und aus den USA kommen. Für 2017 befürchten die Forscher ein schwächeres Wachstum auf Grund fehlender Impulse aus den USA und China. Die Importe dürften im Prognosezeitraum moderat steigen, wofür das nur schwache Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen und der Exporte verantwortlich sind.

    Schwache Ausrüstungsinvestitionen, dynamische Bautätigkeit

    Die Investitionsneigung der Unternehmen wird derzeit von der schwachen Weltwirtschaft und den vorhandenen Unsicherheiten gedämpft. Die Finanzierungsbedingungen aber bleiben äußerst günstig. Bei den Bauinvestitionen dürften vor allem der Wohnungsbau sowie der öffentliche Bau spürbar expandieren.

    Privater Konsum expandiert kräftig

    Der private Konsum wird der Haupttreiber der Konjunktur bleiben. Dafür sorgen spürbare Reallohnsteigerungen, eine leichte Reduzierung der Einkommensteuerbelastung sowie höhere staatliche Transferzahlungen. Im kommenden Jahr wird die Konsumdynamik nur leicht nachlassen.

    Arbeitslsoigkeit wird trotz Beschäftigungsanstieg steigen

    Der Beschäftigungsaufbau wird sich fortsetzen, wenn auch etwas verlangsamt. Trotzdem wird die Arbeitslosigkeit leicht zunehmen. Denn das Erwerbspersonenpotenzial steigt nicht zuletzt wegen der hohen Flüchtlingsmigration an.

    Wirtschaftspolitik in Deutschland ist wenig wachstumsfreundlich

    Die Institute kritisieren die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung als wenig wachstumsfreundlich. Es werde zu sehr auf Verteikungspolitik gesetzt. Die Forscher plädieren einmal mehr, die Steuer- und Abgabenbelastung zu senken und die Staatsausgaben vom konsumtiven in den investiven Bereich zu verlagern.


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    Tobias Kochta

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