Letzte Aktualisierung: 12. September 2017

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Economic Outlook: Frühindikatoren auf einen Blick 09/2017

Deutschland

Die meisten Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft entwickelten sich zuletzt etwas schwächer, bleiben aber auf hohem Niveau. Das ifo-Geschäftsklima gab wegen der weniger guten Lagebeurteilung nach, die Erwartungen hingegen stiegen nochmals leicht an. Ähnlich war die Entwicklung beim sentix-Konjunkturindex, hier konnte der Gesamtindex aber leicht zulegen. Der Economic Sentiment Indicator ging ebenso zurück wie der ZEW-Konjunkturindikator. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie stieg nach dem Rückgang im Vormonat wieder an und liegt mit 59,3 Punkten knapp unter dem Jahreshöchststand von 59,6 Punkten. Die Lkw-Fahrleistung wurde laut Maut-Statistik leicht ausgeweitet.

Eurozone

Die Frühindikatoren für die Eurozone entwickelten sich unterschiedlich, liegen aber durchwegs auf hohem Niveau. Der sentix-Konjunkturindex konnte minimal zulegen, weil die höheren Erwartungen die weniger gute Lagebeurteilung leicht überkompensieren konnten. Der Economic Sentiment Indicator stieg leicht an, für die gesamte EU gab der Index jedoch etwas nach. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie konnte im August den Rückgang vom Vormonat ausgleichen und liegt mit 57,4 Punkten exakt wieder auf dem Niveau vom Juni. Der ZEW-Konjunkturindex ging weiter zurück. Die Daten des quartalsweise erhobenen ifo-Wirtschaftsklima für die Eurozone stammen vom Juli. Der Index ist gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Der Saldo der Lagebeurteilung verbesserte sich von +21,9 auf +33,5 Punkte, der Erwartungssaldo stieg von +31,0 auf +37,1 Prozentpunkte. Somit erhöhte sich der Gesamtindex von +26,4 auf +35,2 Punkte.

Weltwirtschaft

Auch die globalen Frühindikatoren senden insgesamt positive Signale. Der OECD leading indicator ist weiter gestiegen und liegt nun leicht über seinem langjährigen Durchschnitt. Der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft bewegt sich ein gutes Stück darüber, stagniert jedoch seit einigen Monaten. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg nach dem Rückgang im Vormonat wieder an und erreichte mit 55,2 Punkten das höchste Niveau seit sechs Jahren. Die beiden Frachtindizes – Baltic Dry Index und Containerumschlag – stiegen weiter an. Die Daten des vierteljährlich erhobenen ifo-Weltwirtschaftsklimas stammen vom Juli. Der Gesamtindex ging minimal um 0,3 auf +12,7 Punkte zurück. Dahinter stehen jedoch gegenläufige Entwicklungen der beiden Index-Komponenten: Während der Saldo der Lagebeurteilung von +4,7 auf +12,0 Prozentpunkte anstieg, ging der Erwartungssaldo von +21,6 auf +13,4 Punkte zurück.


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