Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2017

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Economic Outlook: Frühindikatoren auf einen Blick 07/2017

Deutschland

Die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft befinden sich fast durchwegs auf sehr hohem Niveau und steigen zum Teil weiter an. Der ifo-Geschäftsklimaindex toppte im Juni sein Allzeithoch nochmals. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen verbesserten sich. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie stieg ebenfalls leicht um 0,1 auf 59,6 Punkte, dem höchsten Stand seit 2011. Auch der Economic Sentiment Indicator verbesserte sich auf das höchste Niveau seit sechs Jahren. Die Lkw-Fahrleistung hat laut Maut-Statistik deutlich zugelegt. Lediglich der ZEW-Konjunkturindikator sowie der sentix-Konjunkturindex gaben leicht nach, vor allem letzterer aber von einem sehr hohen Niveau aus.

Eurozone

Die Frühindikatoren für die Eurozone sind durchwegs aufwärts gerichtet. Dank einer besseren Lagebeurteilung konnte sich der sentix-Konjunkturindex nochmals leicht verbessern, die Erwartungen gaben aber etwas nach. Der Economic Sentiment Indicator stieg sowohl für die Eurozone als auch für die EU insgesamt auf das höchste Niveau seit zehn Jahren. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie nahm weiter zu auf nun 57,4 Punkte. Auch der ZEW-Konjunkturindikator stieg moderat an.
Die letzten Daten des vierteljährlich erhobenen ifo-Wirtschaftsklima für die Eurozone stammen vom Mai. Der Saldo aus positiven und negativen Urteilen war von +17,2 auf +26,4 Prozentpunkte gestiegen. Der Saldo zur aktuellen Lage hatte sich von +8,0 auf +21,9 Punkte verbessert, der Erwartungssaldo von +26,9 auf +31,0 Punkte.

Weltwirtschaft

Die globalen Frühindikatoren senden ebenfalls positive Signale aus. Der OECD-leading indicator verbesserte sich minimal und bleibt auf dem Niveau seines langjährigen Durchschnitts. Der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft stieg ebenfalls, aber mit zunehmend schwächerem Tempo. Der Einkaufsmanagerindex für die globale Industrie konnte um 0,6 auf 54,7 Punkte zulegen und liegt damit klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Containerumschlagsindex konnte sich ebenfalls verbessern, lediglich der Baltic Dry Index setzte seinen Rückgang fort.
Die letzten Daten des vierteljährlich erhobenen ifo-Weltwirtschaftsklimas stammen vom Mai. Der Klimaindex hatte sich weiter verbessert, der Saldo war von +2,6 auf +13,0 Prozentpunkte gestiegen. Dabei hatte der Saldo der Lagebeurteilung den Negativbereich verlassen und von -9,1 auf +4,7 Punkte zugenommen. Der Erwartungssaldo hatte sich von +15,0 auf +21,6 Prozentpunkte verbessert.


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