Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2019

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Economic Outlook – Frühindikatoren auf einen Blick 10/2019

Deutschland

Die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft entwickeln sich weiterhin schwach. Zwar verbesserte sich das ifo-Geschäftsklima zuletzt leicht, die Erwartungen zeigten im September jedoch erneut nach unten. Auch der Einkaufsmanagerindex konnte die Erholung im Vormonat nicht bestätigen und verlor erneut 1,8 Punkte. Eine negative Entwicklung gab es auch beim Economic Sentiment indicator, der Index fiel erstmals seit Juni 2013 unter die Schwelle von 100 Punkten. Beim ZEW-Indikator überwogen bei einem Saldo von -22,8 Punkten erneut klar die negativen Meldungen. Am aktuellen Rand geht auch der sentix-Konjunkturindex weiter zurück. Sowohl die Lagebeurteilung als auch der Erwartungsindex notierten deutlich unterhalb der Nulllinie. Parallel ging die Lkw-Fahrleistung laut Mautstatistik zurück, die Industrieproduktion hat sich bereits seit Anfang 2018 von diesem Indikator „entkoppelt".

Eurozone

Auch die Frühindikatoren für die Eurozone geben keine positiven Signale. Der sentix-Kon-junkturindex verzeichnete im September den fünften Rückgang in Folge. Dabei notieren aktuelle Lage und Erwartungen auf einem ähnlich niedrigen Niveau. Auch der Economic Sentiment indicator für die Eurozone ging zurück und notierte bei 100,0 Punkten. Ein Minus von 1,7 Punkten zeigte der Einkaufsmanagerindex, sodass der Indikator bei 45,7 Punkten weiterhin klar unterhalb der Wachstumsschwelle liegt. Der ZEW-Indikator ging nach einem merklichen Anstieg im Vormonat wieder leicht zurück. Die negativen Meldungen übersteigen die positiven Meldungen bei den ZEW-Erwartungen weiterhin deutlich. Das quartalsweise veröffentlichte ifo-Geschäftsklima sank in den Monaten Juli bis September um 0,4 auf -6,7 Punkte. Während die aktuelle Lage noch mehrheitlich optimistisch bewertet wurde, überwiegen bei den Erwartungen die pessimistischen Einschätzungen.

Weltwirtschaft

Die Frühindikatoren der Weltwirtschaft schwächeln ebenfalls. Der OECD-Indikator stagnierte zuletzt bei 99,2 Punkten auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Bundesbank-Frühindikator verlor weitere 0,1 Punkte, sodass der Index den fünften Rückgang in Folge verzeichnete. Auch der Einkaufsmanagerindex setzte den Negativtrend der vergangenen Monate fort und notiert nun bereits seit Juni unterhalb der Wachstumsschwelle. Ein drastischer Rückgang ist beim Baltic Dry Index zu beobachten, seit Anfang September verlor der Indikator über 700 Punkte. Der RWI-Containerindex zeigt weiter nach oben, dennoch ging der Welthandel in den letzten Monaten zurück. Beim quartalsweise veröffentlichen ifo-Weltgeschäftsklima ist die konjunkturelle Abschwächung ebenfalls erkennbar. Der Indikator fiel im dritten Quartal von -2,4 auf -10,1 Punkte, wobei sowohl der Lageindex als auch die Erwartungen im negativen Bereich notierten.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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