Letzte Aktualisierung: 24. März 2020

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Economic Outlook – Frühindikatoren auf einen Blick 03/2020

Deutschland

Die meisten Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft konnten sich zum Jahresbeginn etwas erholen, bevor dann die Ausbreitung des Coronavirus zuschlug. So ist der ifo-Geschäftsklimaindex im März um 8,3 Punkte eingebrochen, das war der stärkste Rückgang innerhalb eines Monats seit der Wiedervereinigung. Sowohl Lage- als auch Erwartungsindex fielen deutlich. Gleiches gilt für den sentix-Konjunkturindex. Die Lagebewertung fiel von +4,3 auf -13,3 Punkte, der Erwartungssaldo von +4,8 auf -20,5. Auch ZEW-Indikator fiel so stark wie noch nie seit Beginn der Erhebung 1991. Er verlor 58,2 Punkte auf -49,5. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie ging nach vorläufigen Berechnungen auf 45,7 Punkte zurück, vermutlich wird der finale Wert für März noch niedriger sein. Die aktuellen Werte der anderen Indikatoren stammen noch vor der Corona-Krise und haben daher wenig Aussagekraft.

Eurozone

Auch die Frühindikatoren für die Eurozone sind nach Verschärfung der Corona-Krise eingebrochen. Beim sentix-Konjunkturindex fiel die Lagebewertung von +4,0 auf -14,3 Punkte, die Erwartungen von +6,5 auf -20,0. Der ZEW-Konjunkturindikator brach um fast 60 Punkte auf -49,5 Punkte ein. Der vorläufig veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel um 4,4 auf 44,8 Punkte, der finale Wert dürfte noch niedriger liegen. Die aktuellen Werte der anderen Indikatoren stammen noch aus der Zeit vor der Corona-Krise und haben daher wenig Aussagekraft.

Weltwirtschaft

Auf Grund der zeitlichen Verzögerung bei der Datenerhebung ist die Corona-Krise in den globalen Frühindikatoren nur zum Teil abgebildet. So ist der Einkaufsmanagerindex für die Industrie von 50,1 auf 47,2 gesunken, den niedrigsten Stand seit 2009. Verursacht wurde dies durch den massiven Einbruch des chinesischen Einkaufsmanagerindex auf 35,7 Punkte. Der Baltic Dry Index war im Februar auf ein sehr niedriges Niveau gefallen, von dem er sich derzeit nur langsam erholt. Die übrigen Indikatoren geben die aktuelle Lage nicht wider, da sie noch vor Verschärfung der Corona-Krise erhoben wurden.


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