Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2016

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Internationaler Arbeitskostenvergleich 2015

Die durchschnittliche Arbeitsstunde in der westdeutschen Industrie kostete im Jahr 2015 knapp 41 Euro. Damit liegen die industriellen Arbeitskosten um fast ein Viertel über dem Durchschnitt der übrigen Industrieländer. Gegenüber den mittel- und osteuropäischen Staaten und den asiatischen Schwellenländern ist der Kostennachteil noch wesentlich höher.

Im internationalen Ranking liegt Westdeutschland damit auf dem sechsten Platz. Nur die vergleichsweise kleinen Volkswirtschaften der Schweiz, Norwegens, Belgiens, Dänemarks und Schwedens haben noch höhere Kosten. Das in Teilen deutlich höhere Niveau ist hauptsächlich wechselkursbedingt.

Im vergangenen Jahr sind die industriellen Arbeitskosten in Deutschland um 3,3 Prozent gestiegen und damit stärker als im Durchschnitt der übrigen Staaten. Damit hat sich die heimische Kostenposition weiter verschlechtert. Zusätzlich ist die deutsche Produktivitätsentwicklung in den letzten Jahren schwach gewesen, sodass bereits geringe Arbeitskostenanstiege zu höheren Lohnstückkosten führen und damit die preisliche Wettbewerbsfähigkeit belasten.

Kostendisziplin ist also unvermindert gefragt. Denn Arbeitskosten sind ein entscheidender Faktor, um industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung am Standort Deutschland zu sichern. Die Industrie wiederum ist der Wachstumsmotor für unsere gesamte Volkswirtschaft. Um unsere Wirtschaft zukunftsfähig zu gestalten, sind Kostendisziplin und Maßhalten unabdingbare Voraussetzungen.


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Tobias Kochta

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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