Letzte Aktualisierung: 15. Mai 2020

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Corona - spezieller steuerlicher Verlustrücktrag als Liquiditätshilfe

Ein 2020 entstandener Verlust kann normalerweise erst nach Abschluss der Veranlagung für 2020, und auch nur begrenzt, nach 2019 rückgetragen werden. Zur Verbesserung ihrer Liquidität können Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise für 2020 erhebliche Verluste erwarten, jetzt auf Antrag einen pauschal festgestellten Verlust bereits unterjährig nach 2019 rücktragen.

Höhe des rücktragsfähigen Verlusts und Verfahren

Der dabei erreichbare Verlustrücktrag beträgt 15 Prozent der Einkünfte, die den Vorauszahlungen für 2019 zugrunde gelegt wurden, maximal aber eine Million Euro (bei Splitting das Doppelte).

Auf dieser Grundlage werden die für die Einkommenssteuer beziehungsweise Körperschaftsteuer 2019 getätigten Vorauszahlungen neu berechnet. Eine so errechnete Überzahlung wird erstattet. Dabei werden auch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer berücksichtigt.

Der Vorgang wird mit der steuerlichen Veranlagung für 2020 aufgearbeitet und in das normale Verfahren geführt.

BMF-Schreiben zu Einzelheiten

Ein Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 24. April 2020 erläutert weitere Details. Es steht unten zum Download zur Verfügung.

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CORONA. BMF-Schreiben zum unterjährigen pauschalierten Verlustrücktrag

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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunalwirtschaft

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Benedikt Rüchardt
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