Letzte Aktualisierung: 01. Juni 2017

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vbw Branchenreise nach Teheran und Isfahan

Vom 20. bis zum 24. Mai 2017 besuchte die vbw zusammen mit ihrem Mitgliedsverband bavAIRia e. V. und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium Teheran und Isfahan.

Nachdem die großen, branchenübergreifenden Delegationen in den vergangenen beiden Jahren Iran bereisten und das wirtschaftliche Potenzial des Landes erkundeten, startet die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. v. nun branchenspezifische Wirtschaftsreisen.

Wirtschaftsreise der Luft- und Raumfahrtindustrie

Den Auftakt machte die Luft- und Raumfahrtindustrie mit Unternehmern und Verbandsvertretern des Fachverbandes und vbw Mitglieds bavAIRia e. V.. Die Delegation besuchte die Städte Teheran und Isfahan mit Gesprächspartnern aus dem universitären, staatlichen und privatwirtschaftlichen Umfeld. Bei Betriebsbesichtigungen und einem fachspezifischen Round Table in der Repräsentanz der Bayerischen Wirtschaft wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet. Im Mittelpunkt steht dabei für Iran die Erneuerung seiner Flugzeugflotte, aber auch die Schulung und Weiterbildung seiner Fachkräfte. Darüber hinaus will das Land ein effektives Frühwarnsystem für Naturkatastrophen aufbauen und sucht entsprechende Unterstützung aus dem Ausland.

Anstieg der Handelsbeziehungen zwischen Bayern und Iran

Die Handelsbeziehungen zwischen Bayern und Iran entwickeln sich in den letzten beiden Jahren positiv. Bayern hat im Jahr 2016 Waren im Wert von über 276 Millionen Euro nach Iran exportiert. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von über 35 Prozent und das höchste Niveau seit 2011. Im Januar und Februar 2017 stiegen die bayerischen Exporte noch einmal um 10 Prozent. Bundesweit stieg der Export im vergangenen Jahr 2016 auf 2,562 Mrd. Euro, auch das ist der höchste Wert seit 2011. Inzwischen ziehen auch die Importe aus Iran wieder an: Sie haben sich in den ersten beiden Monaten ausgehend von einem niedrigen Niveau mehr als vervierfacht. Seit im vergangenen Sommer wieder Hermes Bürgschaften für Geschäfte mit dem Iran möglich sind, hat die Bundesregierung Garantien von 430 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese Zahl zeigt ebenfalls den positiven Trend.

Politische Weichenstellung in Iran

Die Wiederwahl von Hassan Rohani zum Präsidenten des Iran am 19. Mai 2017 stützt diese Entwicklung. Mit einer überwältigend großen Wahlbeteiligung stimmte das iranische Volk für eine weitere Öffnung seines Landes zum Westen. Umso mehr gilt es nun, Hürden beim Wirtschaftsaustausch zu überwinden. Dazu zählen vor allem Schwierigkeiten bei Finanztransaktionen, weiterhin bestehende US Sanktionen und nicht zuletzt das bürokratische Verwaltungssystem des Landes.


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Dagmar von Bohnstein

vbw Gremienbetreuung, Bundes- und Europaangelegenheiten

+49 (0)89-551 78-137
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