Letzte Aktualisierung: 15. März 2018

Dialog International

Wirtschaftsbeziehungen Bayern - USA nicht gefährden

Bereits zum siebten Mal hat das US-Verbindungsbüro der bayerischen Arbeitgeberverbände zur Diskussion über das transatlantische Verhältnis eingeladen.

Bayerns Beitrag zum Wachstum in den USA

In seinem Vortrag zeigte Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, anhand von Zahlen, welchen Einfluss Bayerns Wirtschaft auf den Wohlstand in den USA hat. Bayerische Unternehmen sorgen insgesamt für knapp 530.000 Arbeitsplätze in den USA und stehen für 0,5 Prozent der gesamten US-amerikanischen Wertschöpfung. Durch direkte wirtschaftliche Aktivitäten in ihren US-Betriebsstätten tragen bayerische Firmen 35,3 Milliarden Euro zur US-amerikanischen Wertschöpfung bei und sorgen für 186.600 Jobs. Ergänzt wird dieser Effekt durch Vorleistungsbezüge und eine Konsumnachfrage in Höhe von knapp 32 Milliarden Euro sowie ca. 342.000 weiteren Arbeitsplätzen durch indirekte und induzierte Effekte.

USA auf Platz eins der bayerischen Direktinvestitionen

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betonte, dass einer vbw Studie zufolge, die von der TwinEconomics GmbH erstellt worden ist, die USA das Land mit den meisten Direktinvestitionen von bayerischen Unternehmen sind. Insgesamt belaufen sich diese auf 62 Milliarden Euro. Damit gehen rund 31,5 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen des Freistaats in die USA.

Welthandel nicht gefährden

Wie wichtig eine liberale Handelspolitik für die Unternehmen diesseits und jenseits des Atlantiks ist, wird auch an den Exportzahlen deutlich. Die USA sind im Jahr 2017 der größte Handelspartner Bayerns mit einem Außenhandelsvolumen von über 33 Milliarden Euro, knapp 12 Milliarden Euro entfallen dabei auf die Exporte der amerikanischen Wirtschaft nach Bayern. Für jeden exportierten Euro wird rund 1,30 Euro an Wertschöpfung in den USA zusätzlich generiert, insgesamt fast 11 Milliarden Euro.

Die aktuellen Drohungen des amerikanischen Präsidenten zur Einführung von sogenannten Strafzöllen lassen daher nicht nur Europäer, sondern auch die amerikanische Industrie und amerikanische Abgeordnete aufhorchen. Ein Handelskrieg kennt am Ende nur Verlierer, wie anhängende Studie zeigt.

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