Letzte Aktualisierung: 29. November 2016

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Wirtschaftsbeziehungen Bayern – USA stabilisieren

Bei Gesprächen mit US-amerikanischen Unternehmen warb Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt vom 20. bis zum 21. November 2016 in New York City für offenen Handel.

Bereits zum sechsten Mal hat das U.S. Verbindungsbüro der bayerischen Arbeitgeberverbände in New York zur Diskussion über das transatlantische Verhältnis eingeladen.

Dr. Theo Waigel spricht über Deutschlands Rolle in der EU

Als Hauptredner sprach der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel über aktuelle politische Entwicklungen in Europa und den USA. Insbesondere seine Ausführungen über Deutschlands Rolle in der europäischen Staatengemeinschaft fand großes Interesse bei den amerikanischen Zuhörern. Der Ausgang der eben zu Ende gegangenen Präsidentenwahlen in den USA stellte den Welthandel als weiteres Thema in den Mittelpunkt der Diskussion. Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass Handelsschranken kein erfolgreiches Mittel sind, langfristiges Wachstum für die eigene Wirtschaft zu erzeugen.

Enge deutsch-amerikanische Wirtschaftsverflechtung

Die Verflechtungen zwischen den Volkswirtschaften auf beiden Seiten des Atlantiks sind bereits heute ausgesprochen eng: Mehr als 4.000 deutsche Tochtergesellschaften in den USA beschäftigen über 750.000 amerikanische Arbeitskräfte. Über 600 amerikanische Unternehmen sind allein im Raum München aktiv. Zudem sind die USA Deutschlands wichtigster Exportmarkt. Bei den Importen liegen die USA an vierter Stelle hinter den Niederlanden, China und Frankreich.

USA wichtigster Exportmarkt für Bayern

In Bezug auf den Freistaat Bayern sind die Zahlen besonders eindrucksvoll: Bayerische Unternehmen exportierten im Jahr 2015 Waren im Wert von knapp 23 Milliarden Euro in die USA. Das waren 12,7 Prozent aller bayerischen Exporte und eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 15,8 %. Die USA nehmen damit den Spitzenplatz unter den wichtigsten Exportmärkten für bayerische Waren ein. Die Importe aus den USA überstiegen 2015 die 12 Mrd. Euro Marke und wuchsen damit im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 %: Die USA sind damit das dritt wichtigste Importland für Bayern.

TTIP nicht gefährden

Die Zukunft des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA wurde kontrovers diskutiert. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass erst nach Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump seine Erfolgsaussichten eingeschätzt werden können.

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