Letzte Aktualisierung: 22. März 2017

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Die wirtschaftspolitischen Ziele der Trump Administration

Unter dem Motto Die wirtschaftspolitischen Ziele der Trump Administration aus Unternehmersicht veranstaltete die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und bayme vbm – Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber am 09. März 2017 einen Round Table mit Wirtschaftsvertretern aus Bayern und den USA. Ziel der Veranstaltung war es, die Unternehmen darüber zu informieren, wie sich der wirtschaftspolitische Kurs der neuen US-Regierung gestaltet und welche Auswirkungen dieser auf bayerische Unternehmen haben könnte.

USA - wichtiger Partner für Politik und Wirtschaft in Deutschland

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt wies in seiner Begrüßungsrede zunächst auf die langjährige Freundschaft zwischen Bayern und den USA hin, die auf gemeinsamen Erfahrungen und Werten von Demokratie und Freiheit gründet. Die USA sind ein wichtiger Partner für Politik und Wirtschaft in Deutschland. Unsere Unternehmen und somit auch unsere Volkswirtschaften sind immer stärker miteinander vernetzt. Seit Jahrzehnten sind die Vereinigten Staaten der größte Exportmarkt für bayerische Produkte. Im Jahr 2016 exportierten bayerische Unternehmen Waren im Wert von 20,5 Milliarden Euro in die USA. Das waren 11,2 Prozent der gesamten bayerischen Exporte.

Dagmar Cassan, Executive Director des bayme vbm vbw US Liaison Office in New York, verwies auf die bedeutende Rolle Bayerns und Deutschlands als Arbeitgeber. In den USA gibt es rund 4.700 Unternehmen mit deutscher Beteiligung. Diese schaffen dort etwa 670.000 Arbeitsplätze und erwirtschaften einen Umsatz von 360 Milliarden Euro.

Dr. Mike Mattner, Joint Managing Director der Sitec Aerospace GmbH aus Bad Tölz, betonte in seinem Statement, dass die möglichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen der neuen US-Administration bei bayerischen Unternehmen für Verunsicherung sorgen. Insbesondere die Überlegungen der US-Regierungen, Steuern auf Importe aus den Ländern zu erheben, mit denen die USA ein Außenhandelsdefizit haben, werden von bayerischen und deutschen Unternehmen genau verfolgt. Auf Importe aus Mexiko könnte eine Sondersteuer von 20 Prozent erhoben werden. Auch deutsche Unternehmen, die in Mexiko für den US-Markt produzieren, wären unmittelbar davon betroffen.

Transatlantische Wirtschaftsbeziehungen erhalten und stärken

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika setzt sich zu allererst für die Belange der eigenen Wirtschaft ein. Der Erhalt bzw. die Rückgewinnung der industriellen Wertschöpfung im eigenen Land ist wesentlicher Kern dieser Politik. Jedoch dürfe nicht vergessen werden, so Dr. Steven E. Sokol, Präsident des American Council on Germany, dass in der Vergangenheit nicht nur Deutschland, sondern auch die USA vom Zugang zum jeweils anderen Markt profitiert hätten. Umso wichtiger sei es, dass beide Seiten weiterhin an der Kontinuität der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen arbeiten, damit diese auch zukünftig sichergestellt bleiben, mahnte Brossardt.

Die vbw verfügt über ein US Liason Office in New York, das an der Schnittstelle zwischen wirtschaftlicher Aktivitäten und politischen Anliegen der Mitglieder aus Bayern in den USA arbeitet. Das Büro ist eng in ein umfassende Netzwerk aus Unternehmen und internationalen Finanzdienstleistern, politischen Entscheidungsträgern und Think Tanks eingebunden.

Erfahren Sie mehr über die aktuelle US-Politik

Weiterführende Informationen zum US-Kabinett, zur America First Foreign Policy, Trade Deals That Work For All sowie Excerpts from President Donald J. Trump`s Address to a Joint Session of Congress finden Sie auf der rechten Seite.


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