Letzte Aktualisierung: 21. März 2018

Studie

Der ökonomische Impact der bayerischen Wirtschaft in den USA

Die vorliegende Studie zeigt auf, für wie viel Wertschöpfung und Beschäftigung die bayerische Wirtschaft in den USA sorgt: einerseits durch Betriebsstätten vor Ort, andererseits durch die Importnachfrage nach US-Produkten.

Direktinvestitionen

Die bayerische Wirtschaft generiert durch ihre Tätigkeit in den USA eine Bruttowertschöpfung von 67 Milliarden Euro, das sind 0,51 Prozent der gesamten US-Wertschöpfung. In den US-Standorten der bayerischen Unternehmen wird eine direkte Wertschöpfung von 35,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Hinzu kommen indirekte Effekte in Form von Vorleistungskäufen der bayerischen Firmen bei anderen US-Betrieben sowie induzierte Effekte durch die Konsumausgaben der Beschäftigten von 37,1 Milliarden Euro. Das heißt: Jeder Euro an Wertschöpfung der bayerischen Unternehmen führt zu weiteren 90 Cent an Wertschöpfung in anderen US-Unternehmen.

Der Beschäftigungseffekt ist noch größer. In den bayerischen Unternehmen in den USA sind 186.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die indirekten und induzierten Effekte sorgen für weitere 341.000 Beschäftigte. Das bedeutet, jeder Arbeitsplatz in einem bayerischen US-Betrieb sichert 1,83 weitere Arbeitsplätze in der US-Wirtschaft. Insgesamt ist die bayerische Wirtschaft also für 528.600 Jobs in den USA verantwortlich, das sind 0,36 Prozent der Erwerbstätigen in den Vereinigten Staaten.

Exporte

Auch die Nachfrage bayerischer Unternehmen nach US-Produkten sorgt für Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze in den USA. Im Jahr 2016 generierten die US-Ausfuhren in den Freistaat 4,7 Milliarden Euro an Wertschöpfung in den USA. Durch die indirekten und induzierten Effekte kommen weitere 6,2 Mrd. Euro an Wertschöpfung hinzu.

An den US-Exporten nach Bayern hängen insgesamt knapp 97.000 Arbeitsplätze. An der unmittelbaren Produktion der Exportgüter sind mehr als 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt. Die indirekten und induzierten Effekte sichern weitere gut 61.000 Jobs in US-Unternehmen.

Protektionismus schadet allen

Die Studienergebnisse zeigen, dass Bayern kein unbedeutender Wirtschaftspartner der Vereinigten Staaten ist. Die bayerischen Unternehmen sorgen für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den USA. Handelsbeschränkugen schaden letztendlich allen, auch die USA würden mehr verlieren als gewinnen. Es ist im beiderseitigen Interesse, wenn Stabilität und Kontinuität der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen gewahrt bleiben.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

+49 (0)89-551 78 91-133
Volker Leinweber
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben