Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2018

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Die bayerischen Exporte im Jahr 2017

Die bayerischen Exporte sind im Jahr 2017 um 5,4 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 192,1 Mrd. Euro gestiegen. Die Importe legten noch stärker um 8,2 Prozent auf 179,8 Mrd. Euro zu. Damit reduzierte sich der Handelsbilanzüberschuss von 16,0 auf 12,3 Mrd. Euro.

Länder und Regionen

Über die Hälfte der bayerischen Exporte gingen im Jahr 2017 in die EU - mehr als 35 Prozent in die Staaten der Eurozone. In die übrigen europäischen Länder gingen weitere 7,5 Prozent der Ausfuhren Bayerns. Die beiden größten Einzelmärkte für bayerische Exporte waren allerdings erneut die außereuropäischen Staaten USA und China mit Anteilen von 11,2 bzw. 8,3 Prozent an allen bayerischen Ausfuhren. Auf Rang 3 folgt Österreich, das das Vereinigte Königreich überholen konnte. Insgesamt floss fast ein Fünftel der bayerischen Ausfuhren nach Asien, knapp 15 Prozent wurde nach Nord- und Südamerika geliefert.

Die größten Wachstumsimpulse für die bayerische Exportwirtschaft kamen aus China, Indien und der Eurozone. Die Ausfuhren in die beiden asiatischen Schwellenländer nahmen gegenüber 2016 um 7,1 bzw. 6,8 Prozent zu, die Exporte in die Eurozone stiegen um 6,5. Hierbei legten die Ausfuhren nach Italien um 8,0 Prozent zu, nach Österreich wurde 4,6 Prozent mehr exportiert, nach Frankreich 4,0 Prozent und nach Spanien 13,8 Prozent. Die Ausfuhr in die gesamte EU wurde um 4,8 Prozent ausgeweitet, dieses Ergebnis wurde durch den Exportrückgang nach UK um 6,6 Prozent gedämpft. Kräftig stiegen hingegen die Ausfuhren in die MOE-Staaten: nach Ungarn wurde 13,8 Prozent mehr exportiert, nach Polen und in die Slowakei jeweils 9,2 Prozent und nach Tschechen 3,2 Prozent.

Exportentwicklung-Bayern-2017

Gegenüber der Eurozone weist Bayern wie bereits im Vorjahr einen Handelsbilanzüberschuss von 4,8 Milliarden Euro auf, das sind 3,3 Prozent des Handelsvolumens. Gegenüber der gesamten EU ergab sich im Jahr 2017 ein Handelsbilanzdefizit Bayerns in Höhe von 2,8 Mrd. Euro bzw. 1,3 Prozent des Handelsvolumens. Kräftig gestiegen sind im Jahr 2017 die bayerischen Ausfuhren in den Iran, sie legten um fast 30 Prozent zu. Auch die Exporte nach Russland nahmen spürbar um knapp 20 Prozent zu, sie liegen aber nach wie vor um fast ein Drittel unter dem Niveau von 2012. Deutlich rückläufig waren erneut die Ausfuhren nach Brasilien mit -12,6 Prozent sowie die Exporte in die Türkei mit -10,0 Prozent.

Produkte

19 Prozent der bayerischen Exporte im Jahr 2017 waren Pkw (inkl. Wohnmobile). Zusammen mit Lkw (1,3 Prozent), Bussen (0,3 Prozent) sowie Kfz-Teilen (7,9 Prozent) entfielen somit mehr als 28 Prozent der Ausfuhren auf die Automobil- und Zulieferindustrie. Maschinen machten 17 Prozent der Exporte Bayerns aus, EDV-Geräte, elektronische und optische Erzeugnisse knapp zehn Prozent, elektrische Ausrüstungen acht Prozent, chemische und pharmazeutische Produkte 7,5 Prozent.

Allerdings musste die wichtigste Export-Produktgruppe im vergangenen Jahr ein Minus hinnehmen. Die Ausfuhr von Kraftfahrzeugen und Kfz-Teilen lag um 1,1 Prozent unter dem Niveau von 2016. Verantwortlich war der Exportrückgang von jeweils 3,1 Prozent bei Pkw und Lkw. Die Ausfuhr von Kfz-Teilen und –Komponenten konnte hingegen um 4,1 Prozent erhöht werden. Ein kräftiges Exportplus konnte auch bei Maschinen mit +11,5 Prozent verzeichnet werden. Der Export von elektrischen Ausrüstungen stieg um 9,6 Prozent, chemische Produkte wurden um 8,0 Prozent mehr exportiert. Die Exporte von Nahrungs- und Futtermittel nahmen um 7,7 Prozent zu, die Ausfuhr von Getränken stieg m 7,5 Prozent.


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