Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2017

Pressemitteilung

Alexander Graf Lambsdorff als Gastredner beim 23. Neujahrs-empfang der schwäbischen Arbeitgeberverbände in Augsburg/ Von der Leyen: „Unsicherheit aufgrund anhaltender geopolitischer Krisen“

10.01.2017 - Augsburg

Gastredner beim traditionellen Neujahrsempfang der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der bayerischen Me­tall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm in der Region Schwaben war in die­sem Jahr Alexander Graf Lambsdorff, Europaabgeordneter, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament. Vor über 600 Vertretern aus Politik, Unternehmen, Verwaltung und Medien sprach Graf Lambsdorff über Chancen und Notwendigkeiten, den Kurs der EU im Angesicht europäischer Krisen neu zu justieren. „Die EU muss endlich beweisen, dass sie das leisten kann, wofür sie geschaffen wurde. Tatsächlich tut sie sich aber gerade an großen strategischen Fragen schwer – doch genau dafür gibt es die Union eigentlich. Und nicht, um Duschköpfe oder Glühbirnen zu vereinheitlichen. Nur wenn wir endlich mutige Schritte in eine gemeinsame Zukunft wagen, wird Europa gestärkt hervorgehen“, sagte Graf Lambsdorff.

Zu Beginn der Veranstaltung mahnte der Vorsitzende der vbw Bezirksgruppe Schwaben, Philipp Erwein Prinz von der Leyen, im Hinblick auf Europa: „Die EU muss die kritischen Signale wahrnehmen. Anders wird sie das Vertrauen von Bürgern und Investoren nicht zurückgewinnen können. Die richtige Antwort auf wachsende Euroskepsis ist nicht ‚mehr Europa‘, vielmehr brauchen wir ein ‚besseres Europa‘, das sich auf seine Stärken besinnt und seinen positiven Nutzen für die Menschen beweist.“ Über die aktuelle Stimmung und Lage der bayerischen Wirtschaft berichtete von der Leyen: „Die wirtschaftliche Lage in Deutschland, im Freistaat und in Schwaben ist gut. Nur: Ausruhen dürfen wir uns darauf nicht. Es herrscht große Unsicherheit aufgrund anhaltender geopolitischer Krisen. Unser eigenes Land steht vor großen strukturellen Aufgaben. Der demografische Wandel, die Globalisierung und die Digitalisierung verändern unser Leben und Arbeiten deutlich.“

Auch aus der Perspektive der Metall- und Elektro-Industrie betonte Dr. Thomas Schwaninger, Vorsitzender der bayme vbm Region Allgäu: „Die positive wirtschaftliche Lage darf uns nicht leichtsinnig oder sorglos machen, denn eine sichtbar höhere Dynamik an den Auslandsstandorten ist ein Warnsignal. Ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und unserer Unternehmen sind die Arbeitskosten. Sie sind maßgeblich dafür verantwortlich, wo Wertschöpfung und Beschäftigung bleiben und neu entstehen. Wir brauchen ein neues Kostenbewusstsein und zudem weniger starre Rahmenbedingungen. Insbesondere das deutsche Arbeitszeitrecht ist zu unflexibel und passt damit nicht mehr zur heutigen Arbeitsrealität."


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