Letzte Aktualisierung: 31. Oktober 2016

Pressemitteilung

vbw mahnt zu Sachlichkeit und Lösungsorientierung / Brossardt: „Generationengerechte und langfristig finanzierbare Rente muss oberste Prämisse sein“

31.10.2016 - München

Anlässlich der Debatte um die Altersvorsorge und des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Rentendialogs mahnt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Diskussion um die Zukunft der Altersvorsorge wieder sachlicher und lösungsorientierter zu führen. „Die Prognosen zum Rentenniveau und der Beitragssatzentwicklung nach 2030 zeigen deutlich, dass wir in der Rentenpolitik jetztdie richtigen Weichenstellungen treffen müssen, um jüngeren Generationen ein verlässliches Auskommen im Alter zu ermöglichen“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Eine gute wirtschaftliche Lage und ein robuster Arbeitsmarkt mit hohem Beschäftigungsniveau sind nach wie vor der beste Schutz vor Altersarmut. Eine generationengerechte und langfristig finanzierbare Rente muss bei allen Maßnahmen die oberste Prämisse sein.“

Äußerst kritisch sieht die vbw Forderungen nach einer Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze. „Die Rentenversicherung basiert auf dem Äquivalenzprinzip: Je höher die Beiträge während des Berufslebens sind, desto höher sind später die Rentenbezüge. Eine Aufhebung oder Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze würde daher die Rentenversicherung keinesfalls entlasten, sondern das Finanzierungsproblem verschärfen. Rentenleistungen müssen im direkten Zusammenhang zu den eingezahlten Beiträgen stehen“, warnt Brossardt. „Wir treten entschieden für die Beibehaltung des Äquivalenzprinzips ein, denn Ziel jeglicher Reformbemühungen muss sein, die Beitragssätze stabil zu halten. Nur so kann die langfristige Finanzierbarkeit der Rente gewährleistet werden. Die Rentenversicherung darf nicht für eine sozialpolitisch motivierte Umverteilung missbraucht werden.“

Die vbw weist darauf hin, dass eine zukunftsfeste Gestaltung der Rente das oberste Gebot sein muss. „In der Diskussion um das gesetzliche Rentenniveau darf nicht vergessen werden, dass die Altersvorsorge auf den drei Säulen der gesetzlichen Rente, der privaten Vorsorge und der betrieblichen Altersversorgung ruht, die sich intelligent ergänzen müssen. Insbesondere die Riester-Förderungen müssen endlich angepasst werden, um wieder mehr Dynamik in der privaten Altersvorsorge zu schaffen“, so Brossardt.


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