Letzte Aktualisierung: 27. September 2016

Pressemitteilung

vbw: Grundlage steht, jetzt muss zügig geplant und gebaut werden Brossardt: „Alle Beteiligten müssen jetzt an einem Strang ziehen“

27.09.2016 - München

Zur Bekanntgabe möglicher Verlaufskorridore für den Bau der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen SuedLink und SüdOstLink im Erdkabelverlauf erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.: „Gut ist, dass jetzt eine Planungsgrundlage für die HGÜ-Leitungen vorgelegt wird und der zuständige Netzbetreiber TenneT im Vorfeld der Bundesfachplanung die Vorschläge in einer frühen Öffentlichkeits-beteiligung diskutiert. Nach der Einigung der großen Koalition sowie der Teilnehmer des bayerischen Energiedialogs auf die Erdverkabelung geht es jetzt um die sinnvollste Streckenführung und eine möglichst schnelle Umsetzung.“

Brossardt betont: „Es ist im Interesse aller, dass die für den Standort Bayern so wichtigen HGÜ-Leitungen nun zügig geplant und gebaut werden. Hierzu müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Wir erwarten, dass auch die Umweltverbände sich konstruktiv an diesem Dialog beteiligen. Wenn die letzten deutschen Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet werden, entsteht im Freistaat eine Lücke bei der Stromerzeugung von rund 40 Terrawattstunden. Die Strom­versorgung muss durchgängig gewährleistet bleiben. Das ist für den Industriestandort Bayern unverzichtbar.“

Der vbw Hauptgeschäftsführer mahnt: „Um mögliche Versorgungsengpässe bis zur Fertigstellung der HGÜ-Leitungen zu verhindern, müssen jetzt die notwendigen Maßnahmen getroffen werden. Kommen dann vermehrt fossile Kraftwerke zum Einsatz, geht das zulasten der CO2-Bilanz. Außerdem wirkt sich die spätere Fertigstellung der HGÜ-Leitungen negativ auf die Anzahl der Netzeingriffe und damit auch auf den Strompreis aus.“ Bereits 2015 zahlten die Stromverbraucher eine Milliarde Euro für notwendige Netzeingriffe. Ab 2022 wird es das Vier- bis Fünffache kosten, die Ungleichgewichte zwischen Erzeugung und Verbrauch auszugleichen und das Netz stabil zu halten. TenneT hat in der ver­gangenen Woche angekündigt, dass die Netzentgelte deshalb bereits 2017 um 80 Prozent steigen werden. Brossardt: „Für diese Mehrkosten brauchen wir unbedingt einen Ausgleich, und zwar bei der EEG-Umlage. Die Abschaffung der Stromsteuer und die Einführung eines Streckungsfonds sind dringlicher denn je.“


Drucken
Kontakt
Ansprechpartner

Antje Zientek

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Antje Zientek
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben