Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2019

Pressemitteilung

vbw zum zweiten Jahrestag der Amtsübernahme von Präsident Macron / Brossardt: „Achse Berlin-Paris muss Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Europas leisten“

10.05.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat zum zweiten Jahrestag der Amtsübernahme des französischen Präsidenten Emmanuel Macron am 14. Mai die Bedeutung der Achse Berlin-Paris für die Weiterentwicklung der EU betont. „Gerade in Zeiten internationaler Handelskonflikte und einem Zulauf an europakritischen Stimmen müssen Deutschland und Frankreich als Gründungsmitglieder der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, dem Vorgänger der heutigen Europäischen Union und der ersten supranationalen Organisation überhaupt, im engen Schulterschluss ihren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Europas leisten. Wir brauchen in einigen Feldern mehr Europa, etwa bei der Verteidigung, bei der Sicherheit oder beim Thema Migration. Auch bei der Handelspolitik, die ja bereits Sache der EU ist, muss Europa noch stärker auftreten. Es gilt, mit einer starken europäischen Stimme für den Abbau von Handelshemmnissen einzutreten und neue Absatz- und Beschaffungsmärkte für europäische Unternehmen zu erschließen“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Nach Ansicht der vbw kann Deutschland nur innerhalb der EU seine wirtschaftlichen und politischen Interessen in der Welt wahren: „500 Millionen Menschen haben mehr Gewicht als 80 Millionen. Der europäische Binnenmarkt bringt Wachstum und Wohlstand – Deutschland und Bayern profitieren davon in besonderer Weise. Wir wollen ein starkes Bayern in einem starken Europa. Die europäische Einheit und Wertegemeinschaft sind unverzichtbar. Dafür treten wir ein“, sagte Brossardt.

Kritisch sieht die vbw allerdings Vorstellungen Macrons – und der Kommission – für mehr Staat, mehr Steuern und mehr Umverteilung, auch zu Lasten Deutschlands: „Diesen Weg kann man nicht mitgehen. Außerdem wenden wir uns klar gegen eine Stärkung der Sozialen Säule der EU. Sozialpolitik ist und bleibt Sache der Mitgliedsstaaten“, stellte Brossardt klar.

Die Bedeutung der deutsch-französischen Achse spiegelt sich auch in den Handelsbeziehungen beider Länder wieder. Deutschland exportierte im Jahr 2018 Waren im Wert von 105 Milliarden Euro nach Frankreich. Das waren acht Prozent aller deutschen Exporte womit Frankreich hinter den USA auf Platz zwei der größten Exportmärkte für deutsche Waren liegt. Auch für Bayern ist Frankreich ein wichtiger Handelspartner. Der Freistaat exportierte im Jahr 2018 Waren im Wert von 13 Milliarden Euro nach Frankreich, was rund sieben Prozent aller bayerischen Exporte entsprach. Frankreich nimmt damit Platz vier unter den wichtigsten Exportmärkten für bayerischen Waren ein. Insgesamt ist Frankreich mit einem Handelsvolumen von mehr als 22 Milliarden Euro der fünftwichtigste Handelspartner Bayerns. „Schon aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtungen ist es wichtig, dass Deutschland und Frankreich die Zukunft Europas kraftvoll gestalten“, betonte Brossardt.


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