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    Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2015

    Pressemitteilung

    vbw zu politischen Gesprächen in Brüssel / vbw Präsident Alfred Gaffal sieht in Flüchtlingskrise größte Herausforderung

    14.10.2015 - Brüssel

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat bei politischen Gesprächen mit EU-Abgeordneten, mit EU-Kommissar Günther Oettinger sowie mit dem Präsidenten der Europäischen Volkspartei (EVP), Joseph Daul, in Brüssel die Bedeutung Europas für Bayern betont. „Bayern und die EU – das ist wirtschaftlich eine echte Win-Win-Situation. Im Jahr 2014 exportierte die bayerische Wirtschaft Waren im Wert von über 90 Milliarden Euro in die EU-Mitgliedsländer. Das waren mehr als 53 Prozent der gesamten bayerischen Ausfuhren und ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, sagte vbw Präsident Alfred Gaffal. Gleichzeitig brachte die vbw ihre Sorge über die derzeitige Entwicklung in Europa zum Ausdruck. Die größte Herausforderung sieht sie in der Flüchtlingskrise.

    Gaffal forderte bei den politischen Gesprächen im Vorfeld der Eröffnung des bayerischen Oktoberfests in Brüssel eine Harmonisierung der Asylpolitik in Europa. Er rief dazu auf, die Eingliederungsmöglichkeiten von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt realistisch einzuschätzen: „Kurzfristig ist ein Eintritt in Arbeit und Ausbildung nur für wenige möglich. Langfristig sind vor allem Ju­gendliche gut in den Arbeitsmarkt integrierbar und können einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland und Bayern leisten.“ Gaffal verwies auf die Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“, die die vbw mit der Bayerischen Staatsregierung, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und den Kammern geschlossen hat. Darin verpflichten sich die Unter­zeichner, bis Ende 2016 20.000 Flüchtlingen einen Praktikums-, Ausbil­dungs- oder Arbeitsplatz anzubieten und 60.000 Flüchtlinge bis Ende 2019 in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die vbw stellt dafür bis Ende 2018 6,7 Millionen Euro zur Verfügung. Gaffal: „Mit insgesamt zehn neuen Maßnah­men werden passgenau für jede Altersgruppe und jede Zielgruppe die richtigen Instrumente bereitgestellt.“ Alle diese Projekte laufen unter dem Titel „Integra­tion durch Ausbildung und Arbeit – kurz IdA.“

    Der vbw Präsident forderte in Brüssel außerdem, in der Staatsschuldenkrise weiter auf Reformen zu setzen: „Sie sind und bleiben der richtige Weg. Das zeigen die ersten Erfolge in Spanien, Portugal, Irland und Lettland. In der Griechenland-Frage ist eine klare Haltung Europas notwendig. Der Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist wünschenswert, aber nicht um den Preis, dass Reformauflagen gelockert werden“, sagte Gaffal.

    Insgesamt setzt sich die vbw für eine Stärkung Europas ein: durch einen stabilen Euro, einen attraktiven ordnungspolitischen Rahmen und die Umsetzung der „digitalen Agenda“. Auch die Schaffung eines integrierten europäischen Arbeitsmarkts und den Abbau internationaler Handelshemmnisse bezeichnete Gaffal als wichtige Aufgabe. Zentrale Herausforderung ist nach seinen Worten zudem die Stärkung der Industrie: „Die Industrie ist die Basis wirtschaftlichen Erfolges. Deshalb muss das Ziel der Brüsseler Kommission, den EU-weiten Wertschöpfungsanteil der Industrie bis 2020 von heute 15 auf 20 Prozent zu erhöhen, konsequent verfolgt werden“, so Gaffal.


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