Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2018

Pressemitteilung

vbw zu möglichen Fahrverboten für Diesel-Autos ab 31. Mai 2018 / Gaffal: „Intelligente Mobilitätskonzepte statt pauschaler Fahrverbote“

28.05.2018 - München

Die ab 31. Mai 2018 möglichen Diesel-Fahrverbote betrachtet die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. als Gefahr für den Automobil- und Wirtschaftsstandort sowie kontraproduktiv unter dem Aspekt der geltenden CO2-Gesetzgebung in Europa.

vbw Präsident Alfred Gaffal: „Betriebe und Pendler sind auf die Nutzung ihrer Fahrzeuge existenziell angewiesen. Wer einen Diesel gekauft hat, setzt zu Recht auf Bestandsschutz. Weder für den Einzelnen noch für die Mehrzahl der Betriebe ist eine kurzfristige Flottenmodernisierung finanzierbar. Diesel-Fahrver-
bote wären nichts anderes als kalte Enteignung.“

Die aktuelle Kampagne gegen den Diesel, eine Technologie, in der Deutschland weltweit führend ist, ge-
fährdet nach Meinung der vbw die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen und bayerischen Automobilstand-
ortes. „Die Automobilindustrie ist einer der wichtigsten Investitions-, Wachstums- und Innovations-
treiber
in Deutschland und in Bayern. Wenn wir diese starke Stellung erhalten wollen, müssen wir auch in Zukunft auf einen Technologiemix mit einem starken Anteil des Verbrennungsmotors setzen. Er wird zumindest mittelfristig – gerade unter dem Aspekt des Klimaschutzes – eine entscheidende Rolle spielen und darf nicht verteufelt werden. Die CO2-Gesetzgebung in Europa macht es erforderlich, dass wir auch mittelfristig auf Diesel-Motoren angewiesen sind. Fahrverbote sind daher kontraproduktiv“, mahnte Gaffal.

Die vbw begrüßt, dass sowohl die Bayerische Staatsregierung als auch das Umwelt- und Gesundheits-
referat der Landeshauptstadt München pauschalen Diesel-Fahrverboten eine Absage erteilt haben. Das bayerische Umweltministerium bestätigte, dass der zulässige Grenzwert von 200 Mikrogramm Stickstoff-
dioxid (NO2) pro Stunde an allen Messstationen in Bayern eingehalten werde und der Trend der Jahres-
grenzwerte für NO2-Konzentrationen in der Umwelt fallend sei. „Die Entwicklung zeigt, dass die verschiedenen Maßnahmen greifen. Statt pauschaler Fahrverbote brauchen wir intelligente Mobilitäts-
konzepte
. Auch die von der Staatsregierung geplante Förderung des Öffentlichen Personennahver-
kehrs
und die Umstellung der Flotten städtischer Nutzfahrzeuge und Taxis auf umweltfreundlichere Antriebe sind richtige und zielführende Maßnahmen“, so Gaffal abschließend.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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