Letzte Aktualisierung: 30. Mai 2017

Pressemitteilung

vbw wirbt in Mittelfranken für flexible Gestaltung der Arbeitszeit / Hubert: „Das Arbeitszeitrecht braucht dringend ein Update“

30.05.2017 - Nürnberg

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. wirbt zusammen mit 31 Mitgliedsverbänden mit
der Kampagne „So möchte ich arbeiten!“ für mehr Flexibilität in der Arbeitszeit. „Digitalisierung, Globalisierung und Individualisierung bestimmen zunehmend die Arbeitswelt. Dazu brauchen die Unternehmen Flexibilität. Mobiles Arbeiten bietet aber auch den Beschäftigten die Möglichkeit, die Work-Life-Balance deutlich zu verbessern. Mehr Eigenverantwortung und flachere Hierarchien sind für viele Menschen attraktiv. Die deutschen Arbeitszeitregelungen stammen aus den 70er- und 80er-Jahren und brauchen dringend ein Update. Dafür werben wir mit einer umfassenden Kampagne“, sagte der Vorsitzende der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken, Harald Hubert, bei der Präsentation der Kampagne in Nürnberg.

Die vbw betont, dass es ihr nicht um die Erhöhung des Arbeitszeitvolumens, sondern um die flexible Gestaltung der Arbeitszeit geht. „Die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf maximal zehn Stunden ist nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen muss der Spielraum der Europäischen Richtlinie ausgeschöpft werden, die eine wochenbezogene Betrachtung und eine Wochenarbeitszeit von durchschnittlich maximal 48 Stunden vorsieht. Beschäftigte und Betriebe gewinnen dadurch Flexibilität bei der Verteilung der Arbeitszeit“, so Hubert.

Zudem fordert die vbw, die pauschale elfstündige tägliche Mindestruhezeit abzuschaffen. „Es muss möglich sein, auch nach Dienstschluss noch eine kurze Nachricht an einen Kollegen zu schicken, ohne dass die elfstündige Ruhezeit wieder von vorne zu laufen beginnt. Deswegen brauchen wir eine Klarstellung, dass gelegentliche, kurzfristige Tätigkeiten mit geringer Beanspruchung keine Unterbrechung dieser Ruhezeit bedeuten“, sagte Hubert.

Thomas Förster, Inhaber der Gaststätte „Bratwurst Röslein“ in Nürnberg und 1. Vizepräsident des DEHOGA Bayern, erläuterte die Problematik des Arbeitszeitgesetzes für seine Branche und seinen Betrieb. „Das jetzige Arbeitszeitgesetz entspricht einfach nicht mehr der Lebenswirklichkeit. Wir benötigen mehr Flexibilität, damit wir gemeinschaftlich zu jeder Zeit unseren Gästen den besten Service bieten können. Von der Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit, so wie sie die EU-Richtlinie bereits vorsieht, profitieren alle: Unternehmer, Mitarbeiter und Gäste“, so Förster.

Ziel der Kampagne ist es, die zentrale Forderung – mehr Flexibilität in der Arbeitszeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber – einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen. Deshalb zeigt die Kampagne Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Branchen in ihrer persönlichen Arbeitsrealität.

Unter der Überschrift „So möchte ich arbeiten!“ erläutern die Arbeitnehmer, warum sie mehr Flexibilität in der Arbeitszeit benötigen und warum das für alle – Arbeitnehmer, Arbeitgeber und nicht zuletzt Verbraucher – wichtig ist. Die Kampagne wurde Ende April gestartet und läuft bis zur Bundestagswahl am 24. September. Das Motto und die Motive zum Thema Arbeitszeit werden auf Großflächenplakaten in ganz Bayern, auf Online-Bannern, in Broschüren und auf Bierfilzen gezeigt. Die vbw stellt derzeit ihre Aktionen in allen Regierungsbezirken vor.

Dreh- und Angelpunkte sind die Kampagnenwebsite www.so-moechte-ich-arbeiten.de und die Social-Media-Kanäle. Dort finden Sie verschiedene Branchenbeispiele und Video-Interviews.


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Ansprechpartner
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Dirk Strittmatter

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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