Letzte Aktualisierung: 07. Dezember 2016

Pressemitteilung

vbw wirbt in Brüssel für zukunftsfähige Infrastrukturen / Brossardt: „Energie, digitale Infrastruktur, Verkehr sind die zentralen Säulen für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in Europa“

07.12.2016 - Brüssel

Zukunftsfähige Infrastrukturen sichern Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit in der EU. Dies hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Brüssel betont. Für die vbw stehen dabei vor allem die Infrastrukturfelder Energie, Digitalisierung und Verkehrswesen im Mittelpunkt.

„Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hängt an sicherer und preisgünstiger Energieversorgung. Dazu muss das europäische Stromnetz grenzüberschreitende Stromflüsse bewältigen“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Veranstaltung. Fortschritte auf dem Weg zu einem echten EU-Binnenmarkt für Strom sieht die vbw im geplanten Ausbau der Grenzkuppelstellen zwischen den Staaten, den so genannten Interkonnektoren, oder durch den Bau neuer Verbindungsleitungen. Sie bezweifelt allerdings, dass das von der EU letzte Woche vorgestellte „Winter Package“ hilfreich ist. „Das gilt vor allem für die Übertragung nationaler Zuständigkeiten an sogenannte ‚Regional Operational Center‘. Wir brauchen keine zusätzlichen Behörden, um die Größe der Netzreserve zu bestimmen oder Versorgungsengpässen vorzubeugen. Die Akzeptanz der Bevölkerung für eine Erweiterung der Zuständigkeiten der EU ist derzeit äußerst gering“, so Brossardt

Eine hochleistungsfähige digitale Infrastruktur ist Voraussetzung für die Zusammenarbeit der Unternehmen in der EU und für einen umfassenden digitalen EU-Binnenmarkt. Die vbw beklagt, dass die EU weder bei den leitungsgebundenen Breitbandnetzen noch beim Mobilfunk in der ersten Liga spielt. Brossardt: „Leistungsfähige Netze sind das Rückgrat der Digitalisierung. Speziell in einem Hightech-Land wie Bayern müssen bis 2020 flächendeckend 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Wir müssen auch die Erprobung und Entwicklung von 5G in Europa vorantreiben, denn diese nächste Ausbaustufe des mobilen Internets wird neue Wertschöpfung durch Digitalisierung ermöglichen, vor allem mit Blick auf das Internet der Dinge.

Auch eine leistungsfähige europäische Verkehrsinfrastruktur ist Grundlage für erfolgreichen Außenhandel. Die vbw begrüßt das EU-Konzept eines europäischen Kernnetzes, das 2030 vollendet sein soll. Mit Blick auf Bayern fordert sie, das Chemiedreieck besser an das europäische Schienennetz anzubinden. „Wir brauchen auch einen besseren Zulauf zum Brenner-Basistunnel mit dem Ausbau der Strecke München-Rosenheim-Kiefersfelden sowie eine gute Hinterland-anbindung der Adria-Häfen. Logistik-Hubs müssen leichter gebaut werden können. Um Wachstum bei der Elektromobilität zu erzielen, ist eine verlässliche Ladeinfrastruktur nötig. Schließlich müssen die Straßen in einem guten Zustand sein, um für die nächste Entwicklungsstufe beim automatisierten Fahren gerüstet zu sein“, so Brossardts Forderung.


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