Letzte Aktualisierung: 23. April 2019

Pressemitteilung

vbw will international Studierende als Mitarbeiter sichern / Brossardt: „Studienabbruchzahlen bei ausländischen Studierenden verringern“

23.04.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat angesichts des steigenden Fachkräftemangels im MINT-Bereich auf die Bedeutung ausländischer Studierender hingewiesen. „Gerade im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) suchen die Unternehmen händeringend Fachkräfte – Facharbeiter sowie Akademiker. Für die bayerische Wirtschaft heißt das, Fachkräfte sichern und Potenziale heben“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Für besorgniserregend hält Brossardt die hohe Studienabbrecherquote: „Über 40 Prozent der international Studierenden bringen ihr Studium nicht zum Abschluss und stehen dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Deshalb müssen die Hochschulen die Studienbedingungen verbessern und die Übergänge in den Arbeitsmarkt vorteilhafter gestalten“, fordert der vbw Hauptgeschäftsführer.

Zugleich sieht die vbw großes Potenzialbei ausländischen Studierenden, denn die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland und Bayern nimmt stetig zu. Waren es im Wintersemester 2008/2009 bayernweit noch rund 27.000 Studierende aus dem Ausland hat sich die Zahl zum Wintersemester 2017/2018 mit über 50.000 ausländischen Studenten fast verdoppelt. Auch wählen ausländische Studierende im Vergleich zu deutschen Studierenden häufiger ein MINT-Fach. Auf Platz eins der Fächerwahl liegen die Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften auf Platz vier. Allerdings bleiben nach dem Studium nur knapp ein Drittel der ausländischen Absolventen in Deutschland. „Neben der Senkung der Abbrecherquoten müssen wir hier ansetzen und gezielt für den Verbleib nach dem Studium werben“, sagt Brossardt.

Gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die vbw zu diesem Zweck das bundesweit einmalige Projekt „SAVE – Studienerfolg ausländischer Vollstudierender erhöhen“. „So unterstützen wir Hochschulen, die Studienbedingungen für den akademischen Nachwuchs aus dem Ausland zu optimieren. Auch die Übergänge in den Arbeitsmarkt sollen verbessert werden. Die Hochschulen erhalten Sondermittel, um ihre fachlichen Angebote für internationale Vollstudierende auszubauen. Außerdem helfen wir den bayerischen Hochschulen, sich generell zum Thema Studienerfolg und Studienabbruch noch stärker zu vernetzen“, so Brossardt.
Am 02.05.2019 findet im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Abschlussveranstaltung der zweiten Förderphase des Projekts statt.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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