Die bayerische Wirtschaft

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt registrieren
Zur Übersicht
vbw relaunch/Pressemitteilungen | Pressemitteilung

vbw stellt der Bildungspolitik ein gutes Corona-Zwischenzeugnis aus / Brossardt: „Qualifizierung der Lehrkräfte und weiterer Digitalisierungsschub nötig“

Kontakt
 Evi Moder
Evi Moder
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)89-551 78-335 +49 (0)151-649 534 23

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierte auf ihrem Online Kongress „Vorsprung Bayern - Bildungspolitik auf dem Prüfstand“ mit Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Mitgliedern der im Landtag vertretenen Parteien, über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das bayerische Bildungssystem. „Das bildungspolitische Corona-Zwischenzeugnis fällt für den Freistaat zweifellos gut aus. Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen haben, unterstützt von der Bayerischen Staatsregierung, mit einem gesamtgesellschaftlichen Kraftakt auf den ‚Ausnahmezustand Pandemie‘ geantwortet. Die Digitalisierung hat durch die Corona-Pandemie einen deutlichen Schub erfahren, den es auszubauen gilt“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Im Zuge der durch Corona bedingten Schulschließungen wurde die Serverkapazität der Lernplattform mebis verzehnfacht. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Corona hat aber auch verdeutlicht, dass wir bei der Digitalisierung von Schulen, Hochschulen und beruflicher Bildung unbedingt weitere Schritte gehen müssen. Junge Menschen müssen in allen Bildungsstufen altersgerecht lernen, digitale Medien selbstbestimmt und kritisch zu nutzen. Voraussetzung dafür ist zum einen die Qualifizierung der Lehrenden, aber auch ein weiterer kräftiger Schub für die digitale Infrastruktur. Noch immer hat die Hälfte der rund 6.000 Schulen im Freistaat keinen schnellen Internetanschluss. Das muss sich ändern“, forderte Brossardt.

Handlungsbedarf sieht die vbw außerdem bei der Bildungsgerechtigkeit. „Bayern steht hier traditionell gut da. Laut Bildungsmonitor der Initiative Soziale Marktwirtschaft belegt das bayerische Bildungssystem bundesweit den zweiten Platz nach Sachsen. Jedoch haben die digitalen Angebote während der Home-Schooling-Phase einen Teil der Schüler*innen sowie der Auszubildenden nicht erreicht, weil diese nicht über die technischen Voraussetzungen verfügten“, erklärte Brossardt und ergänzte: „Der Beschluss der Staatsregierung, 250.000 Laptops und Tablets für Schüler und 120.000 Endgeräte für Lehrende bereit zu stellen, geht zweifellos in die richtige Richtung.“

Die vbw betonte die Bedeutung einer zukunftsorientierten Bildungspolitik. „Um unseren Wirtschaftsstandort krisenfest zu machen, müssen wir die Wettbewerbsfähigkeit in allen Bereichen stärken. Für ein Bildungssystem, das gut ausgebildete Nachwuchskräfte hervorbringt, muss die Politik die richtigen Weichen stellen“, so Brossardt.