Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2020

Pressemitteilung

vbw plädiert für Erhalt des dualen Gesundheitssystems / Brossardt: „Zusammenlegung von PKV und GKV verringert Versorgungsqualität“

17.02.2020 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. spricht sich anlässlich der heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung für den Erhalt des dualen Gesundheitssystems in Deutschland aus. „Es ist ein Trugschluss, dass die Zusammenlegung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung die Probleme des deutschen Gesundheitswesens löst. Die vorgestellten Rechenbeispiele sind rein fiktiv und halten dem Praxistest nicht Stand“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Zu den finanziellen Auswirkungen einer Zusammenlegung von PKV und GKV stellte Brossardt klar: „Die von der Bertelsmann Stiftung errechnete finanzielle Ersparnis führt zu Mindereinnahmen im Gesundheitssystem und verschlechtert damit die Versorgungsqualität insgesamt. Das kann nicht gewollt sein.“

Nach Einschätzung der vbw ist es dringend an der Zeit, die wirklichen Probleme des Gesundheitswesens zu adressieren und sicherzustellen, dass die Gesundheitsversorgung langfristig finanzierbar bleibt. Auch in diesem Sinne wäre es kontraproduktiv, die private Krankenversicherung abzuschaffen: „Im Interesse einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft gibt es keinen Anlass für eine Abkehr vom Wettbewerb zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Denn dank des Systemwettbewerbs zwischen GKV und PKV können jedes Jahr auf Arbeitgeberseite durch privatversicherte Arbeitnehmer Lohnzusatzkosten in Höhe von 1,33 Milliarden Euro vermieden werden“, so Brossardt.

Auch aus Sicht der Versicherten bietet der Systemwettbewerb zwischen GKV und PKV nach Brossardts Worten einen echten Mehrwert: „Im internationalen Vergleich bietet das deutsche Gesundheitssystem sehr kurze Wartezeiten, eine hochwertige Versorgung und einen zeitnahen Zugang zum medizinischen Fortschritt. Das deutsche Gesundheitssystem gehört zu den besten der Welt.“


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