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    Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2016

    Pressemitteilung

    vbw kritisiert Vorstoß für höhere Arbeitgeberkosten / Brossardt: „Krankheitskostenfinanzierung nicht weiter aus dem Gleichgewicht bringen“

    29.01.2016 - München

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. kritisiert den Vorstoß der Länder Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen im Bundesrat, die Beiträge für die Krankenversicherung paritätisch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufzuteilen.

    „Die Arbeitgeber übernehmen bereits jetzt einen deutlich höheren Kostenanteil an der Krankheitskostenfinanzierung als die Arbeitnehmer. Das gilt trotz Festschreibung des Arbeitgeberanteils und der Erhöhung der Zusatzbeiträge einiger Kassen zum 01.01.2016“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Zu dem Krankenversicherungsbeitragssatz von je 7,3 Prozent, den sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zahlen müssen, kommen auf Versichertenseite jährlich rund zehn Milliarden Euro durch die Zusatzbeiträge und rund drei Milliarden Euro an Selbstbeteiligungen hinzu. Auf Arbeitgeberseite schlägt allein die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall mit rund 33,5 Milliarden Euro zu Buche, was rund drei Beitragssatzpunkten entspricht. „Bei Mini-Jobbern finanzieren die Arbeitgeber die Krankenversicherungsbeiträge allein, bei Midi-Jobbern tragen sie höhere Beiträge als die Beschäftigten“, so Brossardt.

    „Falls der Arbeitgeberanteil einseitig erhöht wird, wie dies einige Länder im Bundesrat fordern, gerät die Verteilung der Krankheitskostenfinanzierung weiter aus dem Gleichgewicht. Die Folgen: Die bereits hohen Arbeitskosten in Deutschland würden weiter steigen, die Wettbewerbsfähigkeit würde abnehmen. Denn es bleibt dabei: Der Arbeitsplatz muss die kompletten Beiträge erwirtschaften, egal wie man sie aufteilt. Insofern sehen wir derzeit eine vollkommen falsche Richtung“, betont Brossardt.


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