Letzte Aktualisierung: 10. August 2016

Pressemitteilung

vbw kritisiert Renten-Forderungen des VdK / Brossardt: „Stabile Wirtschaftsentwicklung ist bester Schutz vor Altersarmut“

09.08.2016 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weist in der Rentendiskussion den Forderungskatalog des VdK zurück und hebt insbesondere die Bedeutung aller drei Säulen der Altersvorsorge hervor. „Angesichts des demografischen Wandels ist es das oberste Gebot, die Rente zukunftsfest zu machen. Leistungsausweitungen und Beitragssatzsteigerungen sind angesichts immer weniger Beitragszahler, die für eine immer größere Zahl an Rentenbeziehern aufkommen müssen, der falsche Weg“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die VdK-Forderung nach einer Anhebung des Rentenniveaus weist die vbw mit Blick auf die demografische Entwicklung und die zu erwartenden Belastungen für die Beitragszahler als unrealistisch zurück. „Die gesetzliche Rente muss stattdessen durch private Vorsorge und betriebliche Altersversorgung intelligent ergänzt werden“, so Brossardt.

Die vbw betont die große Bedeutung eines stabilen Beitragssatzes. „Bei allen Reformvorhaben muss gelten: Der Faktor Arbeit darf nicht weiter belastet werden, denn dies würde unsere Wirtschaft schwächen und hätte langfristig negative Folgen auf die sozialen Sicherungssysteme“, so Brossardt. Forderungen wie denen des VdK nach einer pauschalen Erwerbstätigenversicherung erteilt er eine klare Absage: „Der pauschale Einbezug aller Selbständigen, Beamten und Parlamentarier in die gesetzliche Rentenkasse hat einen entscheidenden Nachteil: Die Beiträge dieser genannten Gruppen führen auch dazu, dass sie Ansprüche gegenüber der Gesetzlichen Rentenversicherung haben. Das verursacht Mehrausgaben. Faktisch ist dieser Vorschlag also ein Nullsummenspiel. Deutlich sinnvoller wäre ein Versicherungsnachweis für Selbständige.“

Zur Frage nach der Lebensarbeitszeit erklärt Brossardt: „Angesichts der gestiegenen Lebenserwartung sind eine Verkürzung der Lebensarbeitszeit und die Rente mit 63 kontraproduktiv. Stattdessen muss die Rente mit 67 konsequent umgesetzt werden, Frühverrentungsanreize müssen vermieden werden. Außerdem braucht es die richtigen Rahmenbedingungen für einen flexiblen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand.“

Eine stabile Wirtschaftsentwicklung ist laut Brossardt nach wie vor der beste Schutz vor Altersarmut: „Wirtschaftspolitik, die zu Wachstum und Arbeitsplätzen führt, ist die beste Rentenpolitik.“


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Roman Möhlmann

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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