Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2018

Pressemitteilung

vbw kritisiert Barley-Forderung nach gesetzlicher Frauenquote / Brossardt: „Frauen brauchen keine Quoten, sondern bessere Chancen zur Verwirklichung ihrer beruflichen Pläne“

11.01.2018 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Forderung der geschäftsführenden Bundesfamilienministerin Katarina Barley nach einer gesetzlichen Frauenquote für Unternehmensvor-
stände scharf kritisiert: „Eine gesetzliche Verpflichtung ist abzulehnen. Staatliche Regulierungen schränken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ein, vor allem im Rennen um die besten Köpfe“, betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Die Unternehmen in Deutschland und im Freistaat brauchen und wollen mehr Frauen in Führungs- und Spitzenpositionen. Das Potenzial dafür wächst durch die deutlich steigende Zahl an Hochschulabsol-
ventinnen. Per Gesetz mehr Frauen in Vorstände zu bringen, ist der vollkommen falsche Weg. Die Ankündigung, binnen Jahresfrist per Gesetz Fakten zu schaffen, ist eine bedauerliche politische Fehlplanung“, so der vbw Hauptgeschäftsführer weiter.

Für die vbw liegt der Schlüssel zu einem höheren Frauenanteil in Führungs- und Vorstandspositionen in kontinuierlichen Karriereverläufen durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Hier ist der Staat in der Pflicht, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Anstatt mit gesetzlichen Auflagen wie einer verpflichtenden Quote für Frauen in Vorständen voranzupreschen, müssen die notwendigen Infrastrukturen aufgebaut werden, vor allem flächendeckende KiTa- und Ganztagesangebote. Wir brauchen Chancen, keine Quoten. Fast alle deutschen und bayerischen Unternehmen bieten schon jetzt familienfreundliche Maßnahmen wie Kinderbetreuung oder flexible Arbeitszeitmodelle an. Die bayerische Wirtschaft engagiert sich außerdem dafür, mehr Frauen in M+E- und MINT-Berufe zu bringen. Diese Berufe bieten besonders gute Perspektiven. Das zeigt, dass die bayerische Wirtschaft das Thema Chancengleichheit auch ohne gesetzliche Regelung ernst nimmt“, erklärte Brossardt.


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Dr. Markus Meyer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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Markus Meyer
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