Letzte Aktualisierung: 09. Dezember 2016

Pressemitteilung

vbw gegen neue Abgabe für Strompreisbremse / Brossardt: „Kein Verschieben der Kosten vom Strom- in den Wärmemarkt“

09.12.2016 - München

Auf einem Kongress der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierten heute vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und Dr. Michael Schlesinger, Direktor der Prognos AG, mit Vertretern aus Politik, Kommunen und Wirtschaft die Ergebnisse des 5. vbw Energiewende-Monitorings.
Im Fokus stand dabei die Strompreisentwicklung. Brossardt: „Das aktuelle Monitoring zeigt: Die Stromversorgung in Deutschland und Bayern ist sicher, aber der Strom wird für den Verbraucher immer teurer. Seit 2008 sind die Industriestrompreise um ein Viertel gestiegen. Sie werden für unseren Standort und die Unternehmen zu einem immer gravierenderen Nachteil im internationalen Wettbewerb. Die Politik muss endlich handeln.“

Um den staatlich getriebenen Anstieg der Stromkosten einzudämmen, fordert die vbw seit Jahren eine Strompreisbremse durch Streichen der Stromsteuer und die Deckelung der EEG-Umlage über einen Streckungsfonds. „Ein Ver­schieben der Kosten vom Strom- in den Wärmemarkt lehnen wir ab. Wer die EEG-Umlage senken und eine neue Abgabe auf Heizöl und Gas einführen will, verschleiert das Problem nur, entlastet aber unter dem Strich nicht die Energie­verbraucher.“ Von der Politik fordert Brossardt daher keine Kosmetik, sondern „eine ehrliche Kostenwende“. Dabei verwies er auf eine aktuelle repräsenta­tive Umfrage der vbw unter rund 1.000 Firmen im Freistaat, in der sich drei Viertel der Unternehmen gegen die Einführung weiterer Abgaben auf fossile Energieträger aussprachen.

„Statt die ausufernden Förderkosten für den Ausbau erneuerbarer Stromerzeu­gung in einen anderen Energiesektor zu verschieben, müssen wir uns endlich von der planwirtschaftlichen Struktur des EEG mit ihren Fehlsteuerungen ver­abschieden und die vollständige Marktintegration der erneuerbaren Ener­gien vorantreiben“, erklärte Brossardt und mahnte: „Gerade mit Blick auf das politisch wichtige Jahr 2017 sollten die Parteien das für Unternehmen und Haushalte gleichermaßen wichtige Thema wettbewerbsfähige Strompreise ganz oben auf ihre Agenda setzen.“

Hinweis: Das 5. vbw Energiewende-Monitoring steht zum Download bereit unter:


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Antje Zientek

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Antje Zientek
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben