Letzte Aktualisierung: 28. März 2018

Pressemitteilung

vbw fordert praxiskonforme Lösungen bei der Datennutzung und Datenübermittlung / Brossardt: „Einheitliche Standards für IT-Sicherheit entwickeln“

28.03.2018 - Brüssel

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat in Brüssel im Rahmen ihres „Politischen Dialogs - Vernetzte Fahrzeuge und Datentransfer“ dafür geworben, Deutschland beim automatisierten Fahren zum technologieführenden Standort zu machen. „Die neue Technik muss bei uns entwickelt, getestet und zur Marktreife gebracht werden. Für den Umgang mit den dabei erfassten Daten müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Um den automatisierten Verkehr sicher zu gestalten, müssen die Fahrzeuge sowohl mit der Infrastruktur als auch mit anderen Fahrzeugen kommunizieren.

Aus Sicht der vbw ist es dabei wichtig, dass bei der Datennutzungpraxis-konforme Lösungen gefunden werden. „Für die Autofahrer muss transparent sein, zu welchem Zweck Daten genutzt und an wen sie weitergegeben werden. Wir brauchen Anreize, möglichst viele Daten von vorneherein zu anonymisieren oder zu pseudonymisieren. Diese müssen dann aber auch ohne erneute Einwilligung weitergegeben werden können“, sagte Brossardt.

Zusätzlich fordert die vbw, dass für die IT-Sicherheit angemessene, faire und einheitliche Standards entwickelt werden. „Auch auf die Regelung eines ‚Dateneigentums‘ muss vorerst verzichtet werden. Lösungen müssen stattdessen über vertragliche Gestaltungen zwischen den Beteiligten gefunden werden“, sagte Brossardt.

Eine zentrale Aufgabe der EU wird es nach Überzeugung der vbw sein, bei den Datenschutzvorschriften Rechtssicherheit statt Verunsicherung zu schaffen. „Es ist wichtig, Daten bei der Übermittlung vor Eingriffen Dritter zu schützen. Allerdings dürfen zu strenge Anforderungen Innovationen nicht unterbinden. Deshalb muss eine zielgerichtete Kommunikation unter autonom agierenden Systemen weiterhin möglich sein. Die Entwicklung des autonomen Verkehrs darf nicht durch rechtliche Hürden behindert werden. Mit der ePrivacy-Verordnung, die für die Kommunikation zwischen zwei Maschinen das gleiche Schutzniveau wie bei der Kommunikation zwischen zwei Menschen vorsieht, schießt der europäische Gesetzgeber über das Ziel hinaus“, sagte Brossardt.


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