Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2018

Pressemitteilung

vbw fordert für 2018 mehr Tempo bei Brexit-Verhandlungen / Brossardt: „Wirtschaft braucht Berechenbarkeit und Rechtssicherheit“

11.01.2018 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert, die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen 2018 zügig zu absolvieren. „Die Wirtschaft braucht jetzt schnell Berechenbarkeit und Rechtssicherheit. Hauptziel der Verhandlungen muss der Abschluss eines umfassenden Handels-
abkommens
zwischen der EU und Großbritannien sein“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Daneben fordert die vbw den Ausschluss von Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen. „Die Arbeitnehmerfreizügigkeit darf auf keinen Fall eingeschränkt werden“, so Brossardt. Auch die Koordi-
nierung der europäischen Sozialversicherungssysteme
muss laut vbw sichergestellt werden, damit die Entsendung von Arbeitnehmern auch in Zukunft möglich ist.

Laut einer aktuellen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter 180 Mitgliedsunternehmen sind die Folgen der Brexit-Entscheidung bereits spürbar. Dies gilt insbe-
sondere für den Wechselkurs-Effekt. Wegen des schwachen Pfund-Kurses verzeichnen 9,8 Prozent der befragten Unternehmen eine geringere Nachfrage aus Großbritannien. 8,7 Prozent der Firmen melden geringere Exporteinnahmen. In der Zukunft rechnen 28,4 Prozent der Unternehmen mit einer konjunktur-
bedingt schwächeren Nachfrage
aus Großbritannien, rund ein Viertel mit eingeschränktem Handel aufgrund von Handelshemmnissen. Hinsichtlich der künftigen Beziehungen spricht sich eine klare Mehrheit (63,6 Prozent) der Unternehmen dafür aus, dass Großbritannien nur dann weiterhin am Binnenmarkt teilnehmen soll, wenn es gleichzeitig die Weitergeltung der vier Grundfreiheiten des freien Verkehrs von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital garantiert. Andernfalls wird eine Zollunion oder ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich präferiert.

Großbritannien war auch im Jahr 2017 ein bedeutender Exportmarkt für Bayern. Allerdings lagen die bayerischen Exporte ins Vereinigte Königreich in den ersten zehn Monaten 2017 um 8,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Importe aus UK nach Bayern stiegen um 8,9 Prozent.


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Nina Schilling

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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