Letzte Aktualisierung: 30. Mai 2017

Pressemitteilung

Zum DGB Aktionstag Rente / vbw fordert ehrliche Debatte

30.05.2017 - München

Im Vorfeld des Aktionstags des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Rente verlangt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. eine ehrliche Debatte. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Forderungen nach einem höheren Rentenniveau und einem früheren Renteneintritt mögen populär sein, vernünftig oder gerecht sind sie nicht. Wir müssen ehrlich sein: Der demografische Wandel sorgt dafür, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Leistungsempfängern gegenüberstehen. Zudem werden wir erfreulicherweise alle älter. Leistungsausweitungen und früherer Renteneintritt gehen auf Kosten der jüngeren Generationen. Sie sind ungerecht und falsch. Sie verschieben die Probleme in die Zukunft. Die Folge wären über kurz oder lang zwangsläufig höhere Rentenbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das würde die ohnehin hohen Arbeitskosten in Deutschland weiter verteuern und damit den Standort und unsere Unternehmen schwächen. Arbeitnehmern würde der Spielraum für die private Vorsorge genommen. Die beste Rentenpolitik ist eine Wirtschaftspolitik, die zu Wachstum und Arbeitsplätzen führt.“

Die vbw fordert ein starkes dreisäuliges Rentensystem mit den Elementen gesetzliche Rente, private Vorsorge und betriebliche Altersversorgung. „Wir brauchen einen Vorsorgemix, der individuelle Bedürfnisse beachtet und entsprechend flexibel ausgestaltet werden kann. Der einseitige Fokus auf die gesetzliche Rentenversicherung zur Altersvorsorge ist nicht zielführend und wurde durch die Reformanstrengungen in der Vergangenheit bewusst aufgegeben. Vielmehr gilt es, die Attraktivität der privaten Altersvorsorge weiter zu stärken und bei der Weiterverbreitung der betrieblichen Altersvorsorge Belastungen für die Unternehmen zu verhindern“, so Brossardt.

Eine klare Absage erteilt die vbw der Forderung, Selbständige verpflichtend in die Rentenversicherung aufzunehmen. Der pauschale Einbezug aller Selbständigen in die gesetzliche Rentenkasse trägt laut vbw nicht dazu bei, die Rentenversicherung zu stabilisieren: Die Beiträge führen auch dazu, dass Ansprüche gegenüber der Gesetzlichen Rentenversicherung entstehen, die Mehrausgaben verursachen. Deutlich sinnvoller findet Brossardt einen Versicherungsnachweis für Selbständige.


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Dirk Strittmatter

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