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    Letzte Aktualisierung: 02. Februar 2016

    Pressemitteilung

    vbw fordert attraktivere Rahmenbedingungen für betriebliche Altersversorgung / Brossardt: „Chancen von Public-Private-Partnership Projekten nutzen”

    02.02.2016 - München

    Welche Auswirkungen das niedrige Zinsniveau auf die betriebliche Altersversorgung (bAV) hat und wie die negativen Folgen abgemildert werden können, hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. im Rahmen eines „Deutschland hat Zukunft“-Kongresses mit namhaften Experten aus Wirtschaft und Politik diskutiert. „Das niedrige Zinsniveau führt zu einer extremen Belastung in den Bilanzen der Unternehmen und erschwert es, ausreichende Renditen auf das Vorsorgekapital zu erwirtschaften. Wir brauchen jetzt veränderte Rahmenbedingungen, damit die bAV als wichtige Säule der Altersvorsorge attraktiv bleibt“, fasst vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die aktuelle Lage zusammen.

    Problematisch ist vor allem der Unterschied zwischen dem seit vielen Jahren unveränderten Zinssatzin der Steuerbilanz von sechs Prozent und dem so genannten „HGB-Zinssatz“, der anhand der am Markt geltenden Zinssätze gebildet wird. „Der sinkende HGB-Zinssatz bedeutet, dass in der Handelsbilanz immer höhere Rückstellungen für Pensionszusagen gebildet werden müssen. Das hat auch Folgen auf die zentralen Erfolgskennzahlen der betroffenen Unternehmen“, so Brossardt. Die vbw fordert deshalb, auf Seite der Handelsbilanz den für die Berechnung des HGB-Zinses maßgeblichen Betrachtungszeitraum von heute sieben auf fünfzehn Jahre auszudehnen. „Das würde ein weiteres Absinken des Rechnungszinses verzögern. Der jüngste Vorschlag der Bundesregierung, den Berechnungszeitraum auf zehn Jahre auszuweiten, wäre eine gewisse Erleichterung, bleibt aber deutlich hinter dem Notwendigen zurück“, erklärt Brossardt. „Zudem sprechen wir uns dafür aus, den steuerlichen Rechnungszins an die Entwicklung des HGB-Zinses zu koppeln. Hier hat sich die Bundesregierung leider noch gar nicht bewegt.“

    Außerdem fordert die vbw, die Rahmenbedingungen für private Investitionen in öffentliche Infrastruktur zu verbessern: „Wir müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, damit institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Versicherungen, die häufig Vorsorgekapital verwalten, in öffentliche Infrastruktur-projekte investieren können. Denn attraktive Anlagemöglichkeiten sind derzeit Mangelware, gleichzeitig gibt es großen Investitionsbedarf in die öffentliche Infrastruktur. Von mehr Public-Private-Partnership (PPP) Projekten würden die öffentliche Hand und der private Sektor gleichermaßen profitieren. Deshalb muss der Dialog zwischen Verwaltung und Investoren verbessert werden. Außerdem braucht es europaweit einheitliche Rahmenbedingungen für PPP-Projekte“, betont der vbw Hauptgeschäftsführer.

    „Die bAV kann einen wichtigen Beitrag zur Altersvorsorge leisten, wenn die Voraussetzungen stimmen. Die Politik muss die Rahmenbedingungen attraktiver gestalten. Gesetzlicher oder tariflicher Zwang werden hingegen keinen Beitrag erbringen, die bAV erfolgreicher zu machen“, so Brossardt.


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