Letzte Aktualisierung: 28. April 2017

Pressemitteilung

Zum „Tag der Arbeit“ / vbw fordert Realitäts-Check

28.04.2017 - München

Zum „Tag der Arbeit“ am 01. Mai ruft die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Gewerkschaften dazu auf, die positive Lage in Bayern und Deutschland nicht schlechtzureden. „Zum ‚Tag der Arbeit‘ sollten wir einen Realitäts-Check machen, denn die Fakten sprechen für sich“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und verweist auf den guten Arbeitsmarkt: „Dank unserer starken Unternehmen liegt der Beschäftigungsstand in Bayern mit zuletzt 7,3 Millionen Erwerbstätigen auf Rekordniveau. In weiten Teilen des Freistaats herrscht praktisch Vollbeschäftigung. Auch in Deutschland reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen zwischen 2005 und 2016 um 2,2 Millionen, Erfolge gibt es auch beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Arbeitsplätze zu schaffen und somit Teilhabe zu ermöglichen, ist die beste Sozialpolitik. Das gelingt den Unternehmen aber nur, wenn sie die richtigen Rahmenbedingungen vorfinden“, so Brossardt.

In Deutschland sind Festanstellungen die Regel. „Gut neun von zehn Beschäftigten haben unbefristete Jobs. Selbst neue Kollegen bekommen in der Privatwirtschaft zu 60 Prozent unbefristete Verträge, während dies im öffentlichen Dienst lediglich bei 40 Prozent und in der Wissenschaft nur bei 13 Prozent der Neueinstellungen der Fall ist“, erklärt Brossardt.

2015 arbeiteten die Deutschen im Schnitt 35,2 Stunden pro Woche. „Die Wochenarbeitszeit ist seit vielen Jahren nahezu konstant und niedriger als im europäischen Durchschnitt, der bei 37,1 Stunden liegt. „In der Metall- und Elektro-Industrie liegt die tarifliche Wochenarbeitszeit seit 1995 unverändert sogar nur bei 35 Stunden“, sagt Brossardt.

„Die Arbeitszeitregelungen in Deutschland stammen aus den 70er und 80er Jahren – sie passen nicht mehr für das Zeitalter der Digitalisierung. Wir brauchen eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung, die statt einer tagesbezogenen eine wochenbezogene Höchstarbeitszeit festlegt. Dabei geht es nicht darum, mehr zu arbeiten, sondern um flexiblere Verteilung“, so Brossardt.

Beim Thema Rente fordert die vbw, dass es keinen Überbietungswettkampf zugunsten heutiger Rentenbezieher und zu Lasten der künftigen Generation gibt. „Die Beitragssatzstabilität darf nicht gefährdet werden. Eine gute wirtschaftliche Lage und ein robuster Arbeitsmarkt sind nach wie vor der beste Garant für eine auskömmliche Versorgung im Alter“, so Brossardt.


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