Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2017

Pressemitteilung

Zur Festsetzung der EEG-Umlage für 2018 / vbw fordert Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz

12.10.2017 - München

Laut Medienberichten soll die EEG-Umlage für das kommende Jahr rund 6,8 Cent pro Kilowattstunde betragen. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert erneut die schnellstmögliche Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. „Der Rückgang der Umlage um rund 0,1 Cent pro Kilowattstunde ist keine Trendwende, sondern eine bloße Schwankung bei der Bedarfsschätzung für die Liquiditätsreserven. Das ist lediglich eine Atempause. Bereits 2019 wird mit einem Anstieg der Umlage auf etwa 7,5 Cent pro Kilowattstunde gerechnet“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

In den nächsten Jahren gehen viele Windparks auf See in Betrieb, die noch von älteren Vereinbarungen profitieren und allein in den ersten acht Jahren fast 20 Cent pro Kilowattstunde Strom erhalten. Aufgrund zwanzig Jahre laufender Verträge und des ständigen Zubaus weiterer Anlagen gehen selbst konservative Schätzungen von einem Anstieg der EEG-Umlage auf mindestens 8,5 Cent Anfang der 2020er Jahre aus. Derzeit zahlen Stromkunden jedes Jahr rund 24 Milliarden Euro für die Förderung Erneuerbarer Energien. „Das Schlimme dabei ist, die Klimaziele werden dennoch weit verfehlt“, sagt Brossardt.

„Das EEG und die weiteren staatlich veranlassten Kosten machen heute mehr als die Hälfte des Strompreises aus. Das belastet die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, so Brossardt. „Der Strompreis muss auf die Agenda der neuen Bundesregierung. Sie kann den Preisanstieg in Deutschland schnell stoppen, indem sie die Stromsteuer auf das Mindestniveau reduziert und die EEG-Umlage über einen Streckungsfonds deckelt. Eine Finanzierung der EEG-Umlage durch neue Steuern oder Abgaben auf andere Energieträger wäre aber der falsche Weg. Was wir brauchen, ist nicht eine bloße Verschiebung der Kosten, sondern eine echte Kostenwende“, mahnt Brossardt.

Neben der EEG-Umlage belasten die Netzentgelte zunehmend den Strompreis. Der Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten erfordert mehr Leitungen und teure Maßnahmen zur Netzstabilisierung. „Die neue Bundesregierung muss umgehend ein in sich schlüssiges energiewirtschaftliches Gesamtkonzept vorlegen, das den Umbau der Energieversorgung insgesamt plant und ehrlich die Kosten nennt“, fordert Brossardt.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Nina Schilling

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Nina Schilling
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben