Letzte Aktualisierung: 21. April 2016

Pressemitteilung

vbw erwartet starke wirtschaftliche Impulse von TTIP für Bayern / Brossardt: „Freihandelsabkommen muss jetzt ausverhandelt werden“

21.04.2016 - München

Anlässlich des Auftakts zur Hannover Messe Industrie mit US-Präsident Barack Obama hat der Hauptgeschäftsführer der vbw – Ver­einigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, auf die Bedeu­tung der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) für den Freistaat hingewiesen: „Die USA sind der wichtigste Handelspartner Bay­erns, und TTIP ist eine große Chance für die Unternehmen im Freistaat. Wir erwarten durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen zwi­schen den USA und der Europäischen Union starke wirtschaftliche Impulse gerade für Bayern. TTIP muss daher jetzt ausverhandelt und in Kraft gesetzt werden.“

Bayerische Unternehmen sind international aufgestellt und stark exportorien­tiert. „Die Weltwirtschaft läuft derzeit schwach, die Nachfrage aus vielen für Bayern wichtigen Auslandsmärkten ist deutlich zurückgegangen. Umso ent­scheidender ist es, die guten Wirtschaftsbeziehungen mit den USA auf Basis von TTIP zu intensivieren. Davon profitieren kleine wie große Unternehmen im Freistaat“, bekräftigte Brossardt. Während TTIP größere Firmen wegen ihres Handelsvolumens eher durch den Abbau von Zöllen entlastet, bekommen klei­nere und mittlere Unternehmen vor allem den Abbau sogenannter nicht-tari­färer Handelshemmnisse positiv zu spüren. Zum Beispiel wären doppelte Zu­lassungs- und Prüfverfahren für Produkte nicht mehr notwendig, wenn diese auf gleichwertigen Regeln beruhen und ein vergleichbares Schutzniveau ge­währleisten. „Das spart Unternehmen, die bereits auf dem US-amerikanischen Markt tätig sind, Zeit und Kosten. Firmen mit knappen Ressourcen, die wegen der verschiedenen Standards bisher den Gang in die USA scheuten, eröffnet TTIP ganz neue Perspektiven“, erklärte Brossardt.

Über die konkreten wirtschaftlichen Chancen hinaus, sieht die vbw in TTIP eine wichtige Weichenstellung für die weitere Entwicklung des Welthandels: „Auf der Grundlage von TTIP können die EU mit den USA langfristig gemein­same Industrienormen und technische Standards entwickeln, die auch den Warenaustausch mit anderen Handelspartnern prägen werden. TTIP muss zur Richtschnur für alle künftigen Freihandelsabkommen werden“, so Brossardt. Zugleich betonte er: „Bei TTIP geht es um die sinnvolle wechselseitige Aner­kennung von Normen und Zertifizierungsverfahren und nicht um eine Anpas­sung um jeden Preis. Arbeits- und Sozialstandards der Mitgliedsstaaten sind genauso wenig Gegenstand der Verhandlungen wie Umwelt- und Hygienevor­gaben.“


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