Letzte Aktualisierung: 27. Dezember 2017

Pressemitteilung

vbw erwartet für 2018 bayerisches BIP-Wachstum von 2,5 Prozent / Gaffal: „Nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern in die Zukunft investieren“

27.12.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat ihre Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung im Freistaat vorgelegt. „Für 2018 rechnen wir mit einem Wachstum des bayerischen Brutto-inlandsprodukts (BIP) von 2,5 Prozent. Damit liegt Bayern erneut über dem bundesweiten Anstieg, den die vbw auf gut zwei Prozent schätzt. Wir sehen derzeit keine Anzeichen einer konjunkturellen Eintrübung und erwarten für das Jahr 2018 eine stabile Wachstumsdynamik. Die Stimmung in den Unternehmen ist gut, die Frühindikatoren liegen auf hohem Niveau“, erklärt vbw Präsident Alfred Gaffal. Die BIP-Prognosen der vbw für 2018 liegen gleichauf mit dem für 2017 in Deutschland und Bayern erwarteten Wachstum.

„Wir dürfen uns aber nicht auf dem Erreichten und den positiven Aussichten für 2018 ausruhen. Im Gegenteil – jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die notwendigen Investitionen in die Zukunft: in die Digitalisierung, in die Infrastruktur sowie in Bildung und Forschung. Außerdem muss ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Energiewende 2018 hohe Priorität haben“, fordert Gaffal.

„Entscheidende Wachstumsimpulse werden auch 2018 vom privaten Konsum und vom Bausektor kommen. Bei letzterem machen sich aber Kapazitätsengpässe bemerkbar. Der Fachkräftemangel wird in bestimmten Bereichen zunehmend zur Wachstumsbremse“, so Gaffal. Beim Export rechnet die vbw mit einem etwas schwächeren Wachstum als 2017. „Einer der großen Unsicherheitsfaktoren für das kommende Jahr ist die konkrete Ausgestaltung des Brexit“, sagt der vbw Präsident.

Mit Blick auf die laufende Tarifrunde in der bedeutenden Metall- und Elektro-industrie (M+E) warnte Gaffal vor einem Überdrehen: „Die Unternehmen sehen sich einem immer schärferen Fachkräftemangel und hohem Investitionsbedarf in Zukunftstechnologien gegenüber. Eine Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Wochenstunden, wie sie die IG Metall fordert, ist die falsche Antwort auf die erfreulich hohe Nachfrage nach M+E Produkten. Überzogene Lohnforderungen nehmen den Firmen die Luft für dringend notwendige Investitionen, zum Beispiel in die Digitalisierung. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie muss im Fokus bleiben.“


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