Letzte Aktualisierung: 01. März 2017

Pressemitteilung

vbw erteilt Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung eine Absage / Brossardt: „Versicherung für laufendes Risiko, aber kein Sparvertrag“

01.03.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. wendet sich gegen die von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz vorgeschlagenen Änderungen in der Arbeitslosenversicherung und vor allem gegen den Vorschlag einer längeren Bezugsdauer des Arbeitslosengelds.

Fakt ist: Besonders durch das jetzige System der Arbeitslosenversicherung ist die Arbeitslosigkeit drastisch gesunken, deutschlandweit von 4,9 Millionen im Schnitt des Jahres 2005 auf 2,7 Millionen im Schnitt 2016. Die Zahl der Arbeitsplätze ist massiv gestiegen. Von dem Beschäftigungsaufbau haben insbesondere ältere Arbeitnehmer profitiert. In der Altersgruppe der 60- bis unter 65-Jährigen hat sich die Beschäftigungsquote seit 2005 bundesweit mehr als verdoppelt. Betrachtet man die Altersgruppe 55 bis unter 65 Jahre, hat sich die Beschäftigung um 2,5 Millionen auf über fünf Millionen erhöht. Die Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Bezugsdauer für Ältere unter anderem deshalb verkürzt, weil das Arbeitslosengeld vielen als Überbrückung zum vorgezogenen Ruhestand diente. Seit der Neuregelung bleiben Ältere länger im Beruf. Es darf nicht erneut zu Frühverrentungsanreizen kommen.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Frage der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld ist keine Frage der Gerechtigkeit. Die Arbeitslosenversicherung ist nachhaltig finanziert und versichert ein laufendes Risiko. Sie ist kein Sparvertrag, sondern zahlt im Schadensfall – wie die Krankenversicherung. Eine verlängerte Anspruchsdauer ist teuer, setzt Fehlanreize, trägt zu einer Verfestigung von Arbeitslosigkeit bei und befördert auf diese Weise Langzeitarbeitslosigkeit. Damit werden die Beschäftigungserfolge bei Älteren in den letzten Jahren aufs Spiel gesetzt. Vielmehr sollte die Bezugsdauer für alle Altersgruppen einheitlich auf zwölf Monate festgesetzt werden.“


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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