• Deutsch
    • English
    • Français

    Letzte Aktualisierung: 04. Dezember 2015

    Pressemitteilung

    vbw enttäuscht über das neue Gesetz zur Kraft-Wärme-Kopplung / Brossardt: „Bremse für hocheffiziente, steuerbare Stromerzeugung“

    04.12.2015 - München

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. kritisiert die gestern vom Bundestag verabschiedete Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG), die zum 01. Januar 2016 in Kraft treten soll. „Im letzten Jahr hatte sich die Koalition darauf geeinigt, die EEG-Belas­tung für neue KWK-Anlagen auf 15 Prozent zu begrenzen. Jetzt gilt das nicht mehr. Gefördert werden sollen nun in erster Linie KWK-Anlagen der öffent­lichen Versorgung. Die noch vor einem Jahr zugesagte Entlastung von Indus­trieanlagen ist weggefallen. Das ist sehr enttäuschend und eine Bremse für Investitionen in diese hocheffiziente, steuerbare Technologie zur Strom­erzeugung“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Darüber hinaus droht auch Betreibern bestehender KWK-Anlagen ab 2018 eine Kostenbelastung durch das EEG. Ihre Anlagen genießen Vertrauens­schutz. Die EU hat die Befreiung aber unter „Prüfvorbehalt“ gestellt. Der Ausgang ist nach wie vor offen. „In einem Rechtsstaat gilt Bestandsschutz. Er ist unverzichtbar, besonders für die Investitionsplanung unternehmerischer Entscheidungen“, betont Brossardt.

    Die vbw geht davon aus, dass die Eigenstromerzeugung in Deutschland durch die neuen Rahmenbedingungen sinken wird. Brossardt: „Bislang hat die Politik die Investitionen in effiziente KWK-Anlagen zu Recht und mit großem Erfolg gefördert. Derzeit deckt die deutsche Industrie knapp zehn Prozent ihres Strombedarfs selbst. Mit ihren grundlastfähigen KWK-Anlagen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Bei zunehmender Belastung werden Unternehmen nicht mehr in die Eigenstromerzeugung investieren. Die Zusatzbelastung durch die EEG-Umlage ist deshalb das völlig falsche Signal.“


    Drucken
    Ansprechpartner
    Ansprechpartner

    Antje Zientek

    Presse / Öffentlichkeitsarbeit

    +49 (0)89-551 78-399
    +49 (0)162-263 85 75
    +49 (0)89-551 78-376
    Antje Zientek
    Content Sharing
    Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
    nach oben