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    Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2015

    Pressemitteilung

    vbw drängt weiter auf Strompreisbremse / Brossardt: „Industriestrompreise haben kritische Höhe erreicht“

    14.10.2015 - München

    Anlässlich der erneuten Erhöhung der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im kommenden Jahr drängt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. darauf, nun endlich eine Strompreisbremse in Deutschland einzuführen. „Unsere Industriestrompreise haben inzwischen eine kritische Höhe erreicht. Das beeinträchtigt die interna­tionale Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts zunehmend. Über die Hälfte des Strompreises sind Steuern, Abgaben und Umlagen, wie die EEG-Umlage. Hier muss die Politik handeln und dieser staatlich veranlassten Kostenexplosion endlich einen Riegel vorschieben. Das lässt sich schnell mit der Streichung oder Senkung der Stromsteuer erreichen oder aber mit der Einrichtung eines Streckungsfonds zur Deckelung der EEG-Umlage“, fordert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Nach einem Rückgang um gerade mal ein Prozent in diesem Jahr steigt die EEG-Umlage 2016 um 0,18 Cent auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde an. „Das ist ein Plus von knapp 3 Prozent und zeigt, dass das minimale Minus 2015 keine Trendwende war, sondern eine bloße Schwankung bei der Prognose für die Liquiditätsreserven“, betont Brossardt. Die vbw befürchtet, dass die Um­lage auch weiter kräftig steigen wird. Nach Expertenschätzungen wächst die EEG-Umlage in den nächsten Jahren um 1,8 Cent auf rund 8 Cent pro Kilo­wattstunde. „Deutschland und Bayern mit ihren hohen Exportanteilen und stark internationalisierten Wertschöpfungsketten können sich beliebig weiter stei­gende Strompreise nicht leisten. Unsere Unternehmen sind auf wettbewerbs­fähige Strompreise angewiesen“, erklärt Brossardt.

    Die vbw sieht auch aufgrund einer geringen Investitionsdynamik im Inland großen Handlungsdruck. „Die Musik spielt immer mehr im Ausland. Dort bauen und erweitern deutsche und bayerische Industrieunternehmen ihre Pro­duktionsstätten. Geht der Strompreisanstieg so weiter, werden Unternehmen noch öfter Investitionsentscheidungen gegen unseren Standort treffen. Einer Deindustrialisierung und dem Verlust von Arbeitsplätzen muss die Politik dringend entgegenwirken“, so Brossardt.


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    Antje Zientek

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