Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2017

Pressemitteilung

vbw-Kongress zur Münchner Sicherheitskonferenz / vbw diskutiert Sicherheitspolitik 4.0 in Zeiten von Terror und Cyberattacken

16.02.2017 - München

Zum 12. Mal werden sich morgen auf Einladung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Experten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft treffen, um anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz wichtige sicherheitspolitische Themen aus Sicht der deutschen und bayerischen Wirtschaft zu diskutieren. Der Schwerpunkt der Veranstaltung, die morgen in der ehemaligen Karmeliterkirche in München stattfindet, liegt auf der vielfältigen Bedrohungslage durch Wirtschaftsspionage, Cyber-Angriffe, Sabotage, organisierte Kriminalität, Terrorismus und geopolitische Krisen.

vbw Präsident Alfred Gaffal forderte im Vorfeld, dass Deutschland seine sicherheitstechnologische Sou-
veränität
verteidigen muss. Dazu gehörten neben der Verteidigungsindustrie der Ausbau des gesamten Spektrums der sicherheits-relevanten Systeme von der Biotechnologie über die Robotik und künstliche Intelligenz bis hin zu sicheren IT-Systemen und innovativen Navigations- und Geodatensystemen. Dieses Ziel könne man nicht durch Marktabschottung erreichen. „Gerade der freie Welthandel und die internationale Vernetzung helfen uns, die besten Sicherheitssysteme zu entwickeln. Umso mehr gilt es daher, die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen durch innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und eine weitsichtige Exportpolitik ohne Handelshemmnisse zu fördern. Eine strategische Ausrichtung ist aus Sicht der Wirtschaft notwendig, wenn Deutschland auch in Zukunft über eine starke Sicherheits- und Verteidigungsindustrie verfügen will“, so der vbw Präsident. Laut Gaffal gibt es angesichts der vielfältigen Bedrohungslage nur eine Option: „Die Antwort auf eine Welt, die aus den Fugen geraten ist, lautet: Wir brauchen eine Sicherheitspolitik 4.0.“

Außerdem betonte Gaffal die große Gefahr durch Cyber-Angriffe auf IT-Infrastruktur, politische Institutionen und Unternehmen. „Gerade der innovative bayerische und deutsche Mittelstand mit seinen zahlreichen Weltmarktführern und ‚Hidden Champions‘ muss damit rechnen, das Ziel von digitaler Industriespionage zu werden. Ausspäh- und Sabotageangriffe finden mittlerweile grenzüberschreitend und rund um die Uhr statt. Die jährlichen Schäden liegen laut einer Studie aus dem Jahr 2016 allein für die deutsche Industrie in einer Höhe von über 22 Milliarden Euro pro Jahr.“ Daher sieht Gaffal die IT-Sicherheit als zentrales sicherheitspolitisches Thema für die Wirtschaft. Die 2012 gegründete Allianz für Cyber-Sicherheit, in deren Fokus der deutsche Mittelstand steht, sei ein Schritt in die richtige Richtung.


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